Schweriner Schlossfestspiele : Kulisse für West Side Story wächst

Die in den Theaterwerkstätten angefertigte Verkleidung einer Säule wird eingepasst. Technik-Direktor Bernd Kreimeyer (l.) und Stellvertreter Mirko Hirsch (2.v.r.) beobachten die Arbeiten.
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Die in den Theaterwerkstätten angefertigte Verkleidung einer Säule wird eingepasst. Technik-Direktor Bernd Kreimeyer (l.) und Stellvertreter Mirko Hirsch (2.v.r.) beobachten die Arbeiten.

Bühne für die Schlossfestspiele wird auf dem Alten Garten gebaut

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11. Mai 2017, 05:00 Uhr

Direkt auf die Straßen von New York geht es in diesem Sommer von Schwerin aus: Auf dem Alten Garten entsteht der morbide Charme eines heruntergekommenen Stadtviertels der amerikanischen Metropole. Denn die Schlossfestspiele des Mecklenburgischen Staatstheaters wollen dort das Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein präsentieren. Doch noch ist es nicht soweit. Denn das große Open-Air-Spektakel, das 1800 Zuschauer pro Vorstellung besuchen können, benötigt eine große Bühne. Seit nunmehr fünf Wochen sind die Theaterhandwerker dabei, die Spielfläche, die Kulissen, die Technik- und Regietürme und die Zuschauertraversen zu errichten.

„Wir liegen mit dem Aufbau im Zeitplan“, sagt Bernd Kreimeyer, Technischer Direktor des Theaters. „Aber einfach ist es nicht. Denn der Plan ist sehr eng gestrickt, damit die Sperrung des Alten Gartens möglichst kurz ist und zudem ist der szenische Raum der Schlossfestspiele sehr komplex. Da gibt es immer Dinge, die nicht so funktionieren wie geplant. Dann muss improvisiert werden“, erklärt der Technik-Chef. Doch damit habe das eingespielte Team Erfahrung. „Zu schaffen macht uns nur das Wetter. Denn wenn der Regen den Platz aufgeweicht hat, können wir da mit schwerer Technik nicht rauf.“ Aber die ist oft unverzichtbar. Denn Bühne, Kulissen und Techniktürme müssen windsicher und tragfähig gebaut werden, was Statiker überprüfen. Der große Regieturm ist 17 Meter hoch, neun weitere für Beleuchtung und Tontechnik fast ebenso. „Wir brauchen die, denn wir arbeiten mit einem komplexem Mikroport-System mit 3-D-Ortung“, erklärt der technische Direktor. Computergesteuert übertragen die vielen Lautsprecher den Ton so, dass der Zuschauer ihn aus der Richtung empfängt, wo der Schauspieler oder Sänger gerade agiert.

Neu ist in diesem Jahr, dass die Aufenthaltsräume der Sänger, Tänzer und Musiker direkt hinter der Bühne sind. Das Orchester wird seinen Platz wieder unter der Bühne, aber sichtbar fürs Publikum, haben.

Die Premiere der West Side Story ist am 30. Juni. Bis 6. August folgen 25 weitere Aufführungen.

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