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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 10:31 Uhr

Schwerin : Küchengarten bleibt Brachfläche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eine Landesgesellschaft möchte das Areal kaufen und erschließen – vor 2020 wird auf der Fläche aber auf keinen Fall gebaut

von
erstellt am 07.Mai.2015 | 07:45 Uhr

Es tut sich was im Küchengarten. Die Asphaltfläche, auf der während der Bundesgartenschau die große Blumenhalle stand, ist verschwunden. Der Betrieb für Bau und Liegenschaften hat sie aufnehmen lassen. Sehr zum Bedauern der Kinder aus der Nachbarschaft. Sie fuhren dort sehr gern mit ihren Rollerskates und Skateboards.

Mit dem Entfernen des Asphalts ist aber noch keine Nutzung in Sicht. Klar ist bisher nur, dass auf der landeseigenen Fläche Wohnhäuser gebaut werden sollen. Unklar dagegen, wer es machen wird und wie die Bebauung aussehen soll.

„Wir wollen die etwa 2,5 Hektar große Küchengartenfläche kaufen und zum Wohnstandort entwickeln“, sagt der Geschäftsführer der Landesgrunderwerb, Robert Erdmann. „Seit etwa 15 Jahren sprechen wir dazu bereits mit dem Finanzministerium.“ Das wollte das Areal ursprünglich an den Meistbietenden verkaufen. Doch auch die Stadt hat sich dafür eingesetzt, dass die Landesgrunderwerb den Zuschlag bekommen soll, so Baudezernent Bernd Nottebaum. Schließlich gibt es bisher gute Erfahren mit dem Unternehmen, wenn es um die Entwicklung von Wohnstandorten in Schwerin geht.

Diskussionen gibt es auch noch um das Wie der Bebauung. Ein bereits vor vielen Jahren aufgestellter Bebauungsplan ist inzwischen wieder aufgehoben worden. Aber es gilt der Flächennutzungsplan der Stadt. Und der sagt, dass im südöstlichen Teil des Küchengartens, zum Schlossgartenviertel hin, Stadthäuser entstehen können. Der Teil am Franzosenweg dagegen soll öffentliches Grün bleiben. Und die Zufahrt zum Tennisplatz von der Schlossgartenallee aus soll erhalten bleiben. „Daran hat die Stadt großes Interesse“, so Bernd Nottebaum. Er geht davon aus, dass die Tennisplätze an ihrem jetzigen Standort bleiben, wenngleich der Pachtvertrag auch Ende 2018 ausläuft.

Die Landesgrunderwerb möchte von der Stadt die grundsätzliche Zusicherung, dass eine Bebauung des Küchengartens möglich ist. Das Thema wurde deshalb auch bereits im Bauausschuss der Stadtvertretung besprochen. „Wir sind bereit, eine entsprechende Absichtserklärung zu unterschreiben“, sagt der Baudezernent.

Allerdings: Selbst wenn das Finanzministerium das Areal demnächst verkauft – gebaut wird dort vorläufig ohnehin nicht. „Ein neuer Bebauungsplan wird von uns frühstens 2020 aufgestellt“, sagt Bernd Nottebaum. Denn zunächst sollen die anderen Baugebiete mit Geschosswohnungsbau gefüllt werden – im Hafen beispielsweise oder in den Waisengärten. „Daran hat auch die Landesgrunderwerb ein Interesse“, sagt Nottebaum.

Noch gibt es viele offene Fragen zur Bebauung des Küchengartens. Landesgrunderwerbchef Robert Erdmann ist aber guter Hoffnung: „Ich finde, wir sind auf einem guten Weg.“

 

 

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