Schweriner Stadtgeschichte : Krematorium entgeht seinem Aus

Das Krematorium auf dem Waldfriedhof nahm seinen Betrieb 1995 auf. Der Vorgänger ist in den 1930er-Jahren auf dem Alten Friedhof im Bauhausstil errichtet worden.
Das Krematorium auf dem Waldfriedhof nahm seinen Betrieb 1995 auf. Der Vorgänger ist in den 1930er-Jahren auf dem Alten Friedhof im Bauhausstil errichtet worden.

Vor fast 20 Jahren nimmt die moderne Anlage auf dem Waldfriedhof ihren Betrieb auf und löst Vorgänger in der Weststadt ab

von
10. November 2014, 12:00 Uhr

Das Schweriner Krematorium auf dem Waldfriedhof in der Gartenstadt hat vor mehr als zwei Jahren fast vor dem Aus gestanden. Am 1. Januar 2013 übernahm die Schweriner Feuerbestattungs- und Dienstleistungs GmbH den Betrieb. „Dadurch sollte insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit erhöht werden“, teilen die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) mit. Bis zu 3000 Einäscherungen können im Krematorium pro Jahr vorgenommen werden.

Das heutige Krematorium in der Gartenstadt hatte am 12. September 1995 seinen Betrieb aufgenommen. „Es ist nach neuen und funktionalen Gesichtspunkten ausgestattet“, berichtet die SDS. „Mit der Übergabe dieser Anlage konnte das Krematorium auf dem Alten Friedhof in der Stadt stillgelegt werden.“

Die ersten Feuerbestattungen hatten auf dem Alten Friedhof in der Weststadt stattgefunden. Das Gebäude entstand als Anbau am hinteren Teil zur Trauerhalle im Bauhausstil und stammt aus der Feder des Schweriner Architekten Andreas Hamann (1884-1955). Der damalige Stadtbaurat entwarf im Jahr 1930 einen straff gegliederten Backsteinbau. Das alte Krematorium zeigte die für den damals modern werdenden Bauhausstil typischen Merkmale: einen höheren Kubus mit vorgesetztem Turm flankiert von niedrigen Kuben, die eine Freitreppe einfassen. „Der Betrieb endete mit der Eröffnung der modernen Anlage auf dem Waldfriedhof.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen