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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 11:08 Uhr

Kraak : Kraaker haben ihre Kirche wieder

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wird am Pfingstsonntag zum feierlichen Konfirmations-Gottesdienst eingeladen

von
erstellt am 14.Mai.2016 | 09:00 Uhr

Es hätte nicht besser kommen können: Die vorgesehenen Sanierungsarbeiten an der Johanniterkirche in Kraak sind beendet und am Sonntag lädt die Kirche gleich ein zu einem feierlichen Konfirmations-Gottesdienst um 14 Uhr. Der sollte ursprünglich in der Uelitzer Kirche stattfinden, erzählt Pastorin Kristin Gatscha. Aber weil zwei der vier Konfirmandinnen aus Kraak sind, habe sich das jetzt so gefügt. Und wahrscheinlich seien auch die Gottesdienstbesucher neugierig, was sich in und an ihrer Kirche getan hat, so die Pastorin.

In dieser Woche kamen die Kirchenfiguren wieder an ihren Platz: Jesus am Kreuz, umgeben von Mutter Maria und dem Jünger Johannes. Restauratorin Annette Seiffert und ihr Mann Erhard aus Wismar haben die Figuren gründlich gesäubert, bevor die Männer der Wismarer Tischlerei Mathias Podlasly diese anbrachten. Und auch der Altar, während der Sanierung gut verpackt, ist wieder sichtbar.

Seit September wurde saniert. Wichtigstes Anliegen war, das Kirchendach neu einzudecken. Jetzt kann es nicht mehr reinregnen und das Wasser keinen Schaden verursachen. Ausgebessert wurde gleichzeitig der Dachstuhl, ebenso ein Teil des Mauerwerkes. Und im Kirchraum konnten die Innendecke erneuert und die Fensterrahmen neu gestrichen werden. „Schön ist“, so betont Kristin Gatscha, „dass der gesamte Dachbereich fertig ist.“ Falls später weitere Arbeiten in der Kirche erfolgen, dann nur noch im unteren Bereich, freut sie sich. Denn hier, das steht schon fest, bleibt noch einiges zu tun. Kristin Gatscha: „Es wäre schön, wenn wir das Gestühl erneuern könnten, ebenso den Fußboden. Und eine Heizung sollte auch eingebaut werden.“

Dringender allerdings ist das Lichtproblem. Denn derzeit gibt es keine einzige Lampe in der Kirche. „Das soll sich in den nächsten Wochen ändern“, kündigt die Pastorin an. Und irgendwann wolle die Kirche daran gehen, die mittelalterlichen Wandmalereien, die mal übergestrichen worden waren, freizulegen. Restauratorin Annette Seiffert hatte im Auftrag der Kirchengemeinde diese Malereien untersucht. Die Denkmalpflege befürworte die Freilegung, stellen sie doch ein Zeugnis der Kirchengeschichte dar. Aber das sei vorerst noch Zukunftsmusik, betont die Pastorin. Denn dafür müssten wieder Unterstützer und Sponsoren gefunden werden. Erfreulich sei, dass es für die Restaurierung des Altars schon jetzt konkrete Hilfe gibt. Die Kosten werden auf knapp 6000 Euro geschätzt. Der Johanniter-Orden MV habe signalisiert, diese zu übernehmen. „Aber noch ist nichts entschieden, wir sind noch in der Vorbereitungsphase“, erklärt die Pastorin.

Um allen an der Sanierung beteiligten Baufirmen, Sponsoren und Helfern zu danken, werde es noch ein extra Fest geben, blickt sie voraus. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Das trifft auch auf das ursprünglich für Pfingstsonnabend geplante Frühlingskonzert in der Kraaker Kirche zu. Kristin Gatscha: „Wir holen das Konzert zu einem späteren Zeitpunkt nach.“

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