Kita-Essen in Schwerin : Kosten stehen fest

Schon seit 2010 Alltag bei der Kita gGmbH: Im „Haus Sonnenschein“ gibt es die gesunde Vollverpflegung der Kinder.
Schon seit 2010 Alltag bei der Kita gGmbH: Im „Haus Sonnenschein“ gibt es die gesunde Vollverpflegung der Kinder.

Kita gGmbH als größter Träger in Schwerin gibt heute Elternbriefe aus – Vollverpflegung wird zum Teil teurer, die Platzkosten generell

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04. Dezember 2014, 22:30 Uhr

Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kinder vom nächsten Jahr an tiefer in die Tasche greifen. Die in den vergangenen Wochen heiß diskutierte Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes des Landes, das eine gesunde Vollverpflegung in den Kindereinrichtungen ab dem 1. Januar vorschreibt, ist zwischen städtischem Jugendamt, Essensanbietern und Kita-Träger ausverhandelt. Der mit 22 Kita-Standorten und 2450 betreuten Kindern größte Anbieter, die Kita gGmbH, wird heute alle Eltern per Brief schriftlich über Kosten und Modalitäten informieren. Die anderen Anbieter ziehen nach. Bereits am 27. November hatte die Kita gGmbH Elternvertreter informiert. Die Ergebnisse dürften unterschiedliche Reaktionen hervorrufen.

Zum einen: Kita gGmbH-Chefin Anke Preuß und ihr Team haben lange und hart verhandelt. Das Resultat kann sich sehen lassen. Wer zu den 60 Prozent der Eltern gehört, deren Kind schon seit 2010 eine Vollverpflegung erhält, wird den Unterschied kaum merken. Beim Essensanbieter Schwerin Menü sind statt 67 künftig 66,30 Euro fällig – allerdings wie jetzt schon die Platzkosten künftig im Voraus zu zahlen. Das bedeutet: Im Januar gibt es zwei Zahlungen. Beim Anbieter Dussmann werden derzeit durchschnittlich 77,70 Euro für die Vollverpflegung fällig. Von Januar an sind es 70,21 Euro. Und in den beiden 24-Stunden-Kitas müssen noch durchschnittlich 73,50 Euro gezahlt werden, vom nächsten Monat an sind es 75,65 Euro. Warum gerade Letzteres so ist, bleibt vielen Eltern mit „Nidulus“-Kindern ein Rätsel. Denn Helios bzw. die Augustenstift Service Gesellschaft bieten schon jetzt die geforderte gesunde Vollverpflegung. Es ändert sich also nur der Preis.

Eltern, die bislang mit ihren Kindern zu Hause frühstücken – immerhin 40 Prozent wählen derzeit diese Kita-Mahlzeit ab –, werden dagegen spürbar mehr im neuen Jahr zahlen. Pauschal rechnen die Träger nach Wunsch des Jugendamtes die Versorgung für 17 Tage pro Monat ab. Urlaub, Krankheit – alles inklusive. Dennoch hofft Geschäftsführerin Preuß, dass Eltern ihre Kinder auch weiterhin abmelden, wenn diese nicht in die Kita gehen. Nur so ließen sich die knapp ausgehandelten Kosten pro Tag halten – 3,90 Euro bei Schwerin Menü, 4,13 Euro bei Dussmann und 4,45 Euro in den beiden „Nidulus“-Kitas. Finanziell wirkt sich das individuell jedoch nicht aus. Das wäre im Übrigen bei der so genannten Spitzabrechnung auch nicht anders gewesen. Das Gesetz lässt kein Abwählen einzelner Mahlzeiten zu.

Und auch die Platzkosten werden steigen. 5,5 Prozent mehr Gehalt seit 2013 für die 290 Erzieherinnen ist Hauptursache dafür. Noch ist zwar nichts öffentlich. Aber: Nach SVZ-Informationen wird die Krippe monatlich bis zu 30, der Kindergarten bis zu 15 Euro teurer.

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