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Zeitung für die Landeshauptstadt

15. Dezember 2017 | 22:44 Uhr

Zu viel Asphalt : Kosten der Straßen überprüfen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Grüne fordern Wirtschaftlichkeitsrechnung für Unterhaltung und Rückbau

von
erstellt am 23.Jul.2015 | 12:00 Uhr

Knapp 55 000 Fahrzeuge – Personenwagen, Laster und Busse – sind in Schwerin registriert. Dazu kommen täglich tausende Pendler. Trotzdem gibt es in der Landeshauptstadt keine Staus wie auf dem Kölner Ring oder im Großraum Frankfurt. Wenn es zwei, drei Grünphasen dauert, bis man über eine Ampelkreuzung fahren kann, ist das noch lange kein Stau, heißt es aus dem Amt für Verkehrsmanagement. Wenn dann noch einige tausend Quadratmeter Fahrbahn dort verschwinden, wo relativ wenig Verkehr herrscht, würden das die Autofahrer nicht negativ spüren. Dass auch die Crivitzer Chaussee zurückgebaut werden könnte, will SVZ-Leser Uwe Warncke aber nicht einleuchten. Man müsse nur mal „im Laufe des späten Vormittags oder Abends auf der Crivitzer Chaussee unterwegs gewesen sein“. Diese Straße existiert bereits 40 Jahre und ist nach seiner Meinung für Schwerin in dieser Größe als Ausfallstraße notwendig. „Die Crivitzer Chaussee soll ja wohl noch bis zur Autobahn vierspurig ausgebaut werden.“ Und auch in der Plater Straße dürfe die Zahl der Fahrspuren nicht verringert werden. „Die ist auf der einen Seite sowieso nur einspurig“, sagt Warncke.

Doch auch in der Stadtvertretung wird der Ruf nach weniger versiegelter Fläche laut. „Der Ansatz, jetzige Straßenflächen zu rekultivieren, wäre sehr vernünftig“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, Arndt Müller. Er fordert, dass die Verwaltung mal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung anstellt und Unterhalts- und Abrisskosten gegenüber stellt. „Das dürfte doch eine leichte Übung sein“, so Arndt Müller.


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