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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 18:57 Uhr

Spielplätze unter der Lupe : Kontrolle im Sandkasten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SDS-Mitarbeiter Bernhard Meyn sieht regelmäßig auf den Spielplätzen der Stadt nach dem Rechten

Ein ausgetrunkener Flachmann, eine leere Packung Putenbrustfilet, eine zerknüllte Zigaretten-Schachtel. Bernhard Meyn fackelt nicht lange. Der SDS Mitarbeiter holt einen Spaten aus dem Wagen und sammelt auf, was im Kies des Spielplatzes im Freizeitpark Neu Zippendorf nichts zu suchen hat.

Meyn ist auf Kontrolltour. Einmal in der Woche klappert er rund 40 Spielplätze in der Landeshauptstadt, noch einmal so viele beackert ein anderes Team. Im Mueßer Holz hat der 59-Jährige an diesem Morgen schon nach dem Rechten gesehen. Nun also der Freizeitpark Neu Zippendorf.

Der SDS-Mann geht beherzt von Spielgerät zu Spielgerät, überprüft, ob alle Bretter, Metallstangen und Ketten festen Halt haben, sieht nach Splittern, losen Kappen und scharfen Kanten, reinigt Flächen von Graffiti, erledigt kleinere Reparaturen. Seit rund 15 Jahren macht Meyn den Job. „Mit den Zeit bekommt man einen Blick für die Dinge“, sagt er.

20 Zentimeter – größer darf der Abstand zwischen dem Ende der Rutsche und dem Kiesbett auf dem Spielplatz nicht sein. So will es die Norm. Meyn misst mit dem Zollstock nach. „Ein paar Schaufeln muss ich nachschippen.“ Gesagt, getan. Auch am Trichter-Karussell muss die Unterlage nachgearbeitet werden. „Wenn man immer im Kreis geht, latscht sich der Kies ab“, erklärt der SDS-Mitarbeiter.

Alle Vierteljahr schaut sich Meyn die Spielplätze noch intensiver an. Einmal im Jahr steht sogar eine Tiefenkontrolle an, bei der zum Beispiel Holzpfähle freigelegt werden. Vandalismus, ja, das sei ein Problem, berichtet der SDS-Mitarbeiter. „Aber die Situation ist besser geworden.“

Acht bis zehn Spielplätze am Tag schafft Meyn bei seinen wöchentlichen Kontrollfahrten. Er weiß, auf welchen Plätzen es ruhig ist und wo es hoch her geht, vor allem, wenn es Anfang des Monats Geld gegeben hat. Der 59-Jährige weiß aber auch, warum er bei seiner Arbeit so akribisch ist: „Ich denke immer zugleich an meine eigenen Enkelkinder, die auf dem Spielplatz keiner Gefahr ausgesetzt sein sollen.“

 

 

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