zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 20:43 Uhr

Tonnenstreit : Kompromiss für die Tonnenschieberei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Friedrichsthaler Bürgerinitiative und Abfallentsorger wollen Lösung finden

svz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 16:00 Uhr

Seit Monaten streiten Anwohner aus Friedrichsthal mit dem städtischen Abfallentsorger um die Abholung der Tonnen. Weil der Gärtnereiweg eine nach der Wende gebaute Stichstraße ist, will die Entsorgungsfirma auf Druck der Berufsgenossenschaft die Tonnen dort – und in vergleichbaren Straßen – nicht mehr von der Grundstücksgrenze abholen, die Anlieger müssen sie zum Teil Dutzende Meter weit bis zu zentralen Sammelplätzen schieben. Der Streit ging sogar bis vors Gericht, dass in einem Vergleich der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft Recht gab (SVZ berichtete).

„Wir wollen keine Konfrontation, sondern im Gespräch bleiben und gemeinsam eine Lösung suchen“, betont Dr. Winkelmann von der Anwohnerinitiative. Denn auch der dritte Ortstermin brachte keine grundlegend neuen Erkenntnisse. Die großen Entsorgungsfahrzeuge müssen in den für sie viel zu kleinen Wendeschleifen viermal zurücksetzen, laut Berufsgenossenschaft ist nur zweimal zulässig.

Der neuerliche Ortstermin war angesetzt worden, um den Einsatz des neuen Entsorgungsautos für Bioabfall zu testen, denn die neuen Spezialfahrzeuge der SAS sind die kleinsten in ihrer Flotte und die Biotonnen sind die schwersten. „Unsere Autos mussten beim Wenden dreimal zurücksetzen. Als Kompromiss würden wir das aber akzeptieren, wenn die Berufsgenossenschaft dem zustimmt“, sagt Geschäftsführer Matthias Danckert. Der Test sei auf Video dokumentiert, das der Genossenschaft zugeleitet wird.

„Noch ist der Kompromiss nicht in Sack und Tüten“, sagt Ilka Wilczek, als Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin auch Auftraggeberin der SAS. „Wir brauchen die Zustimmung der Berufsgenossenschaft.“

Zu der Kritik, dass die jetzigen Sammelplätze der Tonnen zu klein seien, sagt sie, dass die jeweiligen Orte mit der Verkehrsbehörde abgestimmt seien und es auch keine Rückmeldung gegeben habe, dass sie ungeeignet seien.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen