Bäume in Schwerin : Kobolde im Schlossgarten

Die kleinen Waldgeister im Schlossgarten sind Luftwurzeln der Sumpfzypressen.
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Die kleinen Waldgeister im Schlossgarten sind Luftwurzeln der Sumpfzypressen.

Schwerin hat viele besondere Bäume – dazu gehören die Sumpfzypressen am Kanal

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30. Juni 2017, 16:00 Uhr

In der Landeshauptstadt stehen viele Bäume mit Besonderheiten: sehr alte, sehr große, sehr seltene oder Gehölze mit einer speziellen Bedeutung wie etwa der Baum der Pressefreiheit, der Schnullerbaum, die Hochzeitsbäume oder die Buga-Linde.

Besonders sagenumwoben sind die Sumpfzypressen im Schlossgarten. Denn rund um die in Wassernähe stehenden Exemplare recken sich Dutzende knubblige, bis 30 Zentimeter hohe Gebilde aus dem Boden, die wie kleine Kobolde aussehen. Im Morgengrauen oder Abendnebel scheinen sich die Chloppocks, die Waldgeister, sogar zu bewegen. Ob es nun – wie die Sage erzählt – verzauberte Kinder sind, die unartig waren oder die Hilfsgeister des Petermännchens, die unter der Erde schlafen und ab und zu ein Körperteil nicht ordentlich zudecken, ist nicht gewiss.

„Fakt ist jedoch, dass es sich bei diesen Gebilden um Luftwurzeln handelt, auch Wurzelkniee genannt. Was in den Tropen häufig vorkommt, ist in unseren Breiten selten – und weist darauf hin, dass es sich bei der Sumpfzypresse um einen Exoten handelt“, sagt Dietmar Braune vom Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes, der für den Schlossgarten zuständig ist. Sumpfzypressen sind grundwasserresistente Bäume, können auch zeitweilig im Wasser stehen und benötigen dafür die Luftwurzeln. Und sie gehören zu den Nadelbäumen, die ihr Laub im Herbst abwerfen. Im Schlossgarten stehen mehrere Exemplare, von denen aber nur einige, die an den feuchten Standorten, Luftwurzeln ausgebildet haben.

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