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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 03:54 Uhr

Beste Ernte : Knollen frisch aus dem Boden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Agrarproduktgesellschaft Lübesse fährt in diesem Jahr ihre bislang beste Kartoffelernte ein / Führung anlässlich der „Tüffelwochen“

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 23:52 Uhr

Dass es in diesem Jahr eine gute Kartoffelernte gibt, das haben die Besucher des Kartoffelmarktes Sülte schon gehört. Aber dass sie in der Agrarproduktgesellschaft Lübesse so gut ausfällt, darüber staunten sie dann doch. Steffen Schwedt, Geschäftsführer der Kartoffelmarkt GmbH – diese ist ein Tochterunternehmen des Landwirtschaftsbetriebes – erzählt: „Wir haben zwar noch eine Woche zu ernten. Aber wir rechnen mit einem Ergebnis um die 400 Dezitonnen Speisekartoffeln je Hektar, die wir verkaufen können. Das ist überdurchschnittlich gut und unser bislang bestes Ergebnis.“ Die Bedingungen seien nahezu optimal gewesen, erzählt er den nahezu 20 Gästen, die er im Rahmen der „Lewitzer Tüffelwochen“ in Sülte begleitet. Das Wetter war gut, kein Frost im Frühjahr, keine längeren Hitzeperioden im Sommer. Bei Bedarf konnte der Betrieb beregnen.

Die Freude über die sehr guten Erträge werde etwas getrübt durch die Preise. Denn die purzeln, wenn das Angebot wie in diesem Jahr groß ist. Steffen Schwedt erklärt seine Sicht: Als Kartoffelproduzent dürfe man nicht nur ein Jahr im Blick haben, sondern drei bis fünf Jahre. Und dann würde sich auch das finanzielle Ergebnis wieder relativieren.

Die Agrarproduktgesellschaft Lübesse hat in diesem Jahr 130 Hektar Kartoffeln angebaut. Zumeist mittelfrühe Sorten. Erstmals haben die Lübesser auf einem Hektar vorgekeimte Kartoffeln unter Vlies ausgepflanzt. Die frischen Knollen konnten Anfang Juli geerntet werden. Schwedt: „Wir waren zufrieden und wiederholen das Ganze im neuen Jahr.“

Erweitert haben die Lübesser den Anbau von Zwiebeln. Wurden früher fünf Hektar bestellt, sind es jetzt 15. Die Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen sei gestiegen.

Für die Schwerinerin Christel Schwalm (65) war die Führung „ein schönes Erlebnis“. Sie habe früher in Sülte gewohnt und hier als Traktoristin gearbeitet. Einiges sei ihr noch vertraut. „Aber vieles ist heute moderner und leichter geworden.“ Auch Ursula Hupfer (82) und Regina Starkow (63) aus Schwerin fanden die Exkursion sehr interessant. Die beiden Frauen kamen wie drei weitere mit dem Rad und wollen nächstes Jahr zu den „Tüffelwochen“ gern wieder dabei sein. Sülte

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