zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 10:44 Uhr

Schwerin : Knöllchen auf Privatparkplätzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kommunaler Ordnungsdienst kontrolliert die Einhaltung der Regeln auf Stellflächen von mehreren Supermärkten in der Stadt

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Parken frei für zwei Stunden mit Parkscheibe. Das Schild am Eingang des Discounter-Parkplatzes in der Schelfstraße spricht eine eindeutige Sprache. Und über die Einhaltung der Regeln wacht nicht etwa ein privater Dienst, sondern das städtische Ordnungsamt. Öffentliche Knöllchen auf einem privaten Parkplatz? „Ja, das geht“, sagt Ordnungsamtschefin Gabriele Kaufmann. Voraussetzung: eine „verkehrsrechtliche Anordnung“, wie es im Amtsdeutsch heißt.

Wer die Hilfe des Kommunalen Ordnungsdienstes in Anspruch nehmen wolle, müsse eine solche Anordnung beantragen, erklärt Kaufmann. Die Einnahmen aus den Verwarngeldern würden dann allerdings auch nicht aufs Konto des Parkplatz-Eigentümers fließen, sondern in die Stadtkasse. Außerdem müsse sich der Antragsteller selbst um die korrekte Beschilderung des Platzes kümmern, so die Ordnungsamtsleiterin.

Neben dem Parkplatz der Kaufhalle in der Schelfstraße werden nach Angaben von Kaufmann auch noch die Stellflächen von Supermärkten an der Ecke Wallstraße/Obotritenring, in der Gerhart-Hauptmann-Straße und in der Karl-Kleinschmidt-Straße von Mitarbeitern des Ordnungsamtes bestreift. Dabei sei das Interesse der Discounter nachvollziehbar: „Die Unternehmen möchten nicht, dass ihre Kunden-Parkplätze durch Dauerparker blockiert werden“, sagt die Ordnungsamtschefin, die freilich auch um die schwierige Parksituation gerade in der Innenstadt weiß. Eine Parkscheibe sei ein geeignetes Mittel, um einen Ausgleich zu schaffen, reiche allein aber oft nicht aus – deshalb die Kontrollen.

Zehn Euro würden fällig, wenn die zulässige Parkzeit von ein oder zwei Stunden überschritten werde, erläutert der Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes, Norbert Müller. Auch wer keine Parkscheibe aufs Armaturenbrett lege, sei mit zehn Euro dabei. Wer auf das erste Knöllchen nicht reagiere, der müsse beim nächsten Mal mehr zahlen, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Laut Müller sind einige Supermärkte in der Stadt inzwischen auch schon dazu übergegangen, die Einhaltung der Parkordnung durch einen privaten Dienst überprüfen zu lassen. Bei Verstößen würden Beträge verlangt, die sich durchaus über dem Niveau der städtischen Knöllchen bewegen könnten. Das Ordnungsamt habe auf die Gestaltung dieser Gebühren keinen Einfluss, betont der Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes.

Wie viel Geld die Stadt durch Verwarnungen auf Supermarkt-Parkplätzen einnimmt, lässt Ordnungsamtschefin Kaufmann offen. Sie sagt aber: „Die Kontrolle dieser Parkplätze ist nicht der Schwerpunkt unserer Arbeit.“ Die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes seien – neben ihren anderen Aufgaben – vor allem in den Anwohnerparkzonen der Stadt unterwegs, wo Bewohner und Besucher um den knappen Parkraum konkurrierten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen