CSD Schwerin : Knapp 1000 bei Demo für mehr Gleichberechtigung und Toleranz

Christopher Street Day fordert Recht für Schwule, Lesben und Transsexuelle ein

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29. Juni 2019, 08:54 Uhr

Rund 1000 Menschen wollen beim Christopher Street Day (CSD) am Samstag in Schwerin für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen demonstrieren. Unter dem Motto «Kein Zurück» soll ein bunter Zug aus mehreren Lastwagen und Cabrios sowie Fußgruppen zwei Stunden lang durch die Innenstadt ziehen. Anschließend ist auf dem Marktplatz am Dom ein Straßenfest geplant. Der CSD Schwerin wolle damit ein Zeichen gegen mögliche Rückwärtsbewegungen und einen zunehmenden Rechtspopulismus setzen, sagte Sebastian Witt von den Organisatoren.

Bei dem Straßenfest werde erstmals bei einem Christopher Street Day im Norden die Landes- und die Bundespolizei mit einem Info-Stand vertreten sein. «Wir freuen uns darüber», sagte Witt. Es gebe ja auch Schwule, Lesben und Transsexuelle in der Polizei und diese öffne sich dem Thema.

Im ganzen Norden finden von April bis Ende August zeitlich versetzt insgesamt 18 Christopher Street Days statt, wie Witt weiter sagte. Bundesweit seien es rund 90.

Der Christopher Street Day erinnert an Krawalle nach einer Razzia in der Szene-Bar «Stonewall Inn» in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969. Schwule und Lesben wehrten sich erstmals gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen. Sie errichteten Straßensperren, bewarfen Polizisten mit Gegenständen und skandierten «Gay Power». Die Unruhen gelten als Initialzündung der internationalen Emanzipationsbewegung von Schwulen und Lesben.

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