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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. September 2017 | 18:18 Uhr

Geld für Schwerin : Klimaschutz im neuen Licht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt spart Kohlendioxid ein durch neue LED-Lampen und das Land fördert die aufwändigen Umbauten mit rund 50 Prozent

von
erstellt am 31.Jul.2017 | 23:08 Uhr

Lieblingsminister für einen Tag: Diesen Titel erarbeitete sich Christian Pegel gestern im Schleswig-Holstein-Haus, als er gleich fünf Fördermittelbescheide, sprich die Zusicherung von knapp 600 000 Euro, an die Stadt übergab. OB Rico Badenschier, Verkehrsamtsleiter Bernd-Rolf Smerdka und Kulturbüroleiter Dirk Kretzschmar freuten sich, während sie unter den heißen Halogenlampen im ersten Stock des Schleswig-Holstein-Hauses kräftig schwitzten. Diese Leuchten an diesem Ort sollen bald der Vergangenheit angehören, denn auch in energiesparendes Museumslicht wird investiert. Die Förderung kommt der Straßensanierung in der Schelfstadt und neuen LED-Lampen in verschiedenen Stadtteilen zu Gute.

369 000 Euro Städtebaufördermittel sind vorgesehen für die Erneuerung der Landreiter- und Hospitalstraße, die uneben und stark sanierungsbedürftig sind. 240 Meter lang ist der betreffende Abschnitt zwischen Schelf- und Werderstraße, der für insgesamt 580 000 Euro verschönert werden soll. „Nach der Fertigstellung der Bergstraße ist das unser letztes Projekt in der Schelfstadt“, sagt Rico Badenschier. Seit 1991 wird dort saniert, knapp 50 Millionen Euro Städtebaufördermittel gaben Land und Bund schon allein dafür, so Infrastrukturminister Christian Pegel. In der Landreiterstraße sollen kleine, in der Hospitalstraße große Pflastersteine verlegt werden. Die Gehwege bekommen gelbe Ziegelsteine, wie die übrigen Trottoirs in der Schelfstadt auch. 2018 sollen die Arbeiten beginnen.

Einen schnelleren Baustart verspricht Ulrich Wedel. Er ist Technischer Sachbearbeiter beim Amt für Verkehrsmanagement und zuständig für Schwerins Straßenbeleuchtung. Seit 2012 ist die LED-Technik soweit, dass sie flächendeckend eingesetzt werden kann. Die Grevesmühlener Straße war die erste in Schwerin, die umgestellt wurde, so Wedel. An der Graf-Schack-Allee und im Großen Moor gibt es heute LED-Lampen und demnächst in drei weiteren Straßen: In der Schlossgartenallee werden zwischen Park- und Franzosenweg 17 Leuchten inklusive Masten und Kabel durch 20 neue ersetzt. Im Adam-Scharrer-Weg tauschen die Techniker alle 16 Lampen aus. Und auf die 40 Natriumdampf-Hochdrucklampen in der Plater Straße sollen 55 LED-Leuchten folgen. 36 Masten und 1500 Meter Kabel werden erneuert.

Und auch das Schleswig-Holstein-Haus bekommt neues Licht. „In Museen ist die Beleuchtung auch im Sommer oftmals 16 Stunden am Tag eingeschaltet“, so Christian Pegel. Um die entstehende Wärme zu bekämpfen, käme häufig noch eine aufwändige Kühlanlage hinzu. Durch eine Umrüstung auf LED könnte auch im Kulturbereich viel für den Klimaschutz und für die hauseigenen Kosten getan werden. Im Schleswig-Holstein-Haus soll bis September erst einmal jeder dritte der 176 Halogenstrahler ausgetauscht werden. So können pro Jahr 2800 Kilowattstunden Strom und sieben Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

„220 000 Euro geben wir jetzt Schwerin für die Umrüstung auf LED“, betonte Christian Pegel. Und Bernd-Rolf Smerdka fügte hinzu: „Seit 2012 haben wir 600 000 Euro in unsere Straßenbeleuchtung investiert und so 1,2 Millionen Kilo Kohlendioxid eingespart. Das ist so, als ob jetzt 340 VW Golf weniger fahren in Schwerin.“

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