SVZ-Kleingarten-Serie : Kleingarten-Schutz ist möglich

Verschiedene Versicherunggesellschafter bieten Laubenbesitzern individuelle Absicherungen ihrer Rückzugsorte.
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Verschiedene Versicherunggesellschafter bieten Laubenbesitzern individuelle Absicherungen ihrer Rückzugsorte.

Laubeneinbrüche in Schwerin: Versicherungsgesellschaften bieten teilweise eigene Absicherungsmöglichkeiten für den Rückzugsort

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13. Februar 2018, 21:00 Uhr

In Schweriner Kleingartenanlagen sind wieder Langfinger unterwegs. Sie nutzen die dunkle Jahreszeit für Beutezüge, schauen sich in den verlassenen Gartenhäusern nach Wertgegenständen um. Was rät die Polizei? Wie können sich Laubenbesitzer versichern? Was unternehmen Kleingärtner, um sich zu schützen? Wie geht der Verband mit dem Problem um? Diesen Fragen wollen wir in unserer aktuellen Wochenserie nachgehen. Heute: Versicherer erklären, unter welchen Umständen ihr Schutz greift.

Nach dem Einbruch in die eigene Laube ist der Ärger oft groß. Meist stehlen Einbrecher Habseligkeiten und hinterlassen einen verwüsteten Rückzugsort im Grünen. Zur Frage, wer so etwas macht, kommt dann eine zweite: Zahlt die Versicherung? „Das ist von Fall zu Fall verschieden. Das kommt auf die abgeschlossene Versicherung an“, erklärt eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, kurz GDV. Je nach Gesellschaft könne der Kleingarten samt kleinem Häuschen bereits in der generellen Hausratsversicherung mitinbegriffen sein. Dann würden nicht nur Einbruch und Diebstahl, sondern auch Schäden durch Sturm, Feuer oder Hagel abgesichert sein. „Ob die Laube und die eigene Kleingartenanlage mit in die Versicherung fallen, hängt davon ab, wie oft die Laube genutzt wird. Bei mehreren Monaten im Jahr wird eine eigene Versicherung notwendig“, so die Sprecherin.

Um im Fall der Fälle geschützt zu sein, können Kleingartenbesitzer eine besondere Versicherung für ihre Laube und den angeschlossenen Garten abschließen. Dafür müssen sie aber Mitglied in einem entsprechenden Kleingartenverein sein. „Entscheiden sich Kleingärtner für die Zusatzversicherung, so ist ihre Anlage mit 5000 Euro gegen Einbruch, Diebstahl und Feuer geschützt. Die Habseligkeiten in der Laube werden mit einem Wert von 2000 Euro beziffert“, sagt Versicherungsmakler Alexander Hacker. Je nach Wunsch könnten dann auch andere Widrigkeiten wie bei der üblichen Hausratsversicherung, also Hagel und Sturm, für einen Zusatzbeitrag versichert werden.

Ob sich eine Sonderversicherung für die eigene Kleingartenanlage rentiert, muss individuell geprüft werden. „So wie die abgeschlossene Versicherung oft keiner anderen gleicht, so steht es auch um die Angebote der Versicherungsanbieter. Sie sind einfach zu unterschiedlich, um eine generelle Empfehlung zu geben“, so die GDV-Sprecherin. Im persönlichen Gespräch mit dem Versicherungsvertreter würden Missverständnisse ausgeräumt und die bestmögliche Lösung gefunden werden.


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