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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 04:36 Uhr

Abwasserärger : Kleingärtner sind stinksauer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Klärgrubenleerung: Pächter der Kleingartenanlage Nuddelbach mussten mehr als neun Stunden auf den Jauchewagen warten

von
erstellt am 23.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Herrliches Sommerwetter. Ein idealer Tag, um sich die Zeit im Garten zu vertreiben. Doch nicht, wenn man ungewollt mehr als neun Stunden ausharren muss. „Ich habe seit 8 Uhr auf den Jauchewagen der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft (WAG) gewartet. Meine Klärgrube sollte geleert werden“, erzählt Kathrin Schlesinger ärgerlich. Tatsächlich kamen die WAG-Mitarbeiter erst gegen 17.15 Uhr.

„Das kann doch nicht angehen. Ich arbeite nachts. Habe nur etwa eine Stunde geschlafen und dann den ganzen Tag im Garten gesessen und gewartet“, berichtet Schlesinger, die nachts Zeitungen zustellt. Sie habe sich im Vorfeld den Termin extra noch einmal bestätigen lassen. „Ich habe nachgefragt, ob meine Grube auch wirklich um 8 Uhr abgefahren wird. Und die Dame am Telefon bestätigte mir, dass sie Punkt acht da seien“. Am Tag der geplanten Abfuhr habe sie mehrmals bei der WAG angerufen, wurde aber immer wieder vertröstet. „Ich bekam keine richtige Antwort. Ich fühle mich schon veräppelt“, so Schlesinger.

Die Gruben aus drei Gärten der Kleingartenanlage Nuddelbach sollten geleert werden. „Abends wurden zwei abgefahren, der dritte Gärtner hatte Pech“, sagt Hans-Werner Leukert, Vorsitzender der Anlage. Immer wieder seien die Absprachen schwierig. „Das sind keine Anlaufschwierigkeiten, wie die Mitarbeiter der WAG immer betonen. Sie können einfach nicht planen.“ Früher habe es solche Probleme nie gegeben. „Es hat auf Zuruf funktioniert – natürlich auch auf Rechnung, dass möchte ich noch einmal klarstellen“, sagt Leukert. Nun werde er einen Beschwerdebrief aufsetzen. „So geht es nicht weiter.“

Kommentar der Autorin: Die Schuldigen

Wenn es mal wieder länger dauert – hat den Termin für die Abwasserentsorgung im Garten die WAG geplant: Kann es denn so schwer sein? Anscheinend schon. Denn die Mitarbeiter, die die Termine koordinieren, bekommen es nicht auf die Reihe. In der Redaktion hören wir immer wieder von langen Wartezeiten, nicht eingehaltenen Absprachen und unverschämten Antworten am Telefon. Traurig nur, dass die Fahrer vor Ort die schlechte Laune der Kleingärtner abbekommen und nicht die Schuldigen in der Terminvereinbarungszentrale. Die WAG sollte diese Mitarbeiter  einfach mal in die Gärten schicken – dann würde es sicher mit dem nächsten Termin besser klappen. 

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