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Zwischenstopp in Barnin : Kleines Glück hinterm Gartenzaun

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Väter des Campingplatzes „Am Wäldchen“ in Barnin bieten ihren Gäste eine ausgewogene Mischung aus Ruhe und Abenteuer

von
erstellt am 13.Aug.2017 | 20:44 Uhr

Manchmal liegt das große Glück in den kleinen Dingen. Dann reicht vielleicht schon ein Blick aufs Rapsfeld, um das innere Gleichgewicht herzustellen oder zumindest dem eigenen Herzen einen Freuden-Seufzer abzuringen. Frank Block und Guido Klein haben sich damit sogar ein kleines Neben-Gewerbe aufgebaut. Ihr Grundstück liegt am Ortseingang von Barnin. Nicht selten sind sie die erste Anlaufstelle für „umherirrende Camper oder Badegäste“. Als der erste Caravan direkt neben ihrem Refugium einen Zwischenstopp im Wald einlegte, fassten sich die beiden ein Herz. „Wir fragten die Urlauber, warum sie gerade diesen Platz gewählt hatten. So ganz ohne See, Berge und Meer“, erzählt Guido Klein. Die Antwort der Camper klang simpel und verblüffte dann doch: „Die Urlauber wollten einfach nur Ruhe und die Landschaft genießen“, erinnert sich Frank Block an die Antwort des Pärchens.

Es dauerte dann ein paar Monate, bis die beiden Barniner beschlossen, auf ihrem Hof Stellplätze anzubieten. „Wir mussten uns ja erst einmal schlau machen.“ Gut zwei Jahre ist das nun her. Mittlerweile hatten sie Camper aus allen Bundesländern zu Gast. Selbst europaweit ist der Stellplatz am Wäldchen bekannt. „Es fehlen uns nur noch Portugal und England, dann ist die EU komplett“, ergänzt Klein und erzählt von vielen heiteren Momenten mit fremdsprachigen Gästen. „Man muss sich zu helfen wissen und per Handy-App und mit kleinen Zeichnungen geht alles – man muss wollen“, erklärt der Erzieher.

Den Schritt, ihre 4000 Quadratmeter für Camper zu öffnen, haben die beiden nicht bereut. „Es war die beste Ideen, denn wir lernen viele sehr freundliche Menschen kennen , die sich noch über kleine Dinge freuen können“, erzählt Klein. Denn neben dem Stellplatz und der Möglichkeit, den Müll zu entsorgen, zu duschen und sich zu entspannen, sorgen die Platz-Betreiber auch für Ausflugstipps. „Im ersten Moment sitzt du da und überlegst: Was haben Barnin und das Umland zu bieten? Doch da ist jede Menge“, sagt Frank Block. Neben Badesee, Reiterhof, eigener Band, Kulturverein, Museum und Bibliothek, gäbe es auch landschaftlich viel zu entdecken. „Wir haben hier noch einen Fischer, Landwirtschaft, einen Imker und einen Hofladen. Das ist schon ein großer Beitrag für die persönliche Lebensqualität“, betont Frank Block. Oft empfiehlt er seinen Gästen einen Ausflug in die Städte der näheren Umgebung. „Manche Mecklenburger mögen es belächeln, doch ein Stadtführung in Parchim ist wirklich interessant und schön“, schiebt der Barniner hinterher.

Auf der Liste ihrer „lohnenden Ausflugsziele“ stehen zudem das Kloster Dobbertin und eine Fahrt mit der MS Condor, ein Besuch der Warnow-Quelle in Grebbin, eine Biber-Tour auf der Stör…

„Wer es aber richtig schön haben will, der setzt sich aufs Rad und fährt durch die Region rund um Barnin oder wandert. Denn hier sagen sich nicht nur Fuchs und Hase ,Gute Nacht’, hier sind auch Reh und Kranich zu Hause“, sagt Guido Klein mit einem Augenzwinkern. Und für Urlauber, die gar nicht groß weg wollen, gibt es auf dem Hof der Barniner viel zu entdecken. „Wir lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen – langweilig wird es hier nie“, versichern sie.

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