Ausreisser ist zurück : Kleiner Affe tappte in Futterfalle

 

Ausgebüxter Kapuziner wieder wohlbehalten im Zoo – drei Jahre altes Tier brachte es mit Entdeckungstour zu Facebook-Berühmtheit

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29. März 2016, 23:18 Uhr

Glückliches Ende einer tierischen Entdeckungsreise: Der drei Jahre alte Kapuzineraffe aus dem Schweriner Zoo, der seit Mittwoch vergangener Woche verschwunden war, ist seit gestern wieder da. „Ein Herr aus der Nachbarschaft hat sich am Morgen bei uns gemeldet. Der Affe sitze bei ihm im Garten, schilderte er“, sagte Jochen Lengger, Leiter der Tierpflege im Zoo. „Wir haben dem Herrn geraten, einfach eine Garage oder einen Schuppen zu öffnen, in die sich der Affe dann auf der Suche nach Futter bestimmt begeben werde. Und genauso ist es geschehen.“ Tür zu, Affe in der Falle. Zoo-Mitarbeiter hätten das Tier dann abgeholt, so Lengger.

Bei Reinigungsarbeiten im Gehege war der Kapuziner vor Ostern ausgebüxt. Über die Feiertage hatte er für reichlich Aufregung in der Bevölkerung gesorgt. Bei der Polizei gingen gleich mehrere Meldungen von Anwohnern ein, die das Tier in der Nähe des Kletterparks an der Crivitzer Chaussee gesehen hatten (SVZ berichtete). Sogar zu Facebook-Berühmtheit brachte es der kleine Affe. „Es ist in solchen Fällen am besten, das Tier einfach in Ruhe zu lassen und umgehend im Zoo anzurufen“, erklärte Lengger.

Kapuziner seien sehr an ihrer Umwelt interessiert, und es sei durchaus schon hin und wieder mal vorgekommen, dass sich ein Äffchen auf eine Erkundungstour außerhalb des Zoos gemacht habe, schilderte Lengger. „Für den aktuellen Ausreißer war es allerdings der erste Ausflug.“ Ein bisschen desorientiert habe der Affe bei seiner Rückkehr in den Tierpark gewirkt, ansonsten sei er aber wohlbehalten, so der Leiter der Tierpflege. „Der Kapuziner ist froh, dass er wieder sein vertrautes Umfeld hat und regelmäßig gefüttert wird.“

Vier Rückenstreifen-Kapuziner, beheimatet eigentlich  in Südamerika, leben derzeit im Schweriner Tierpark. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten. Um den Äffchen noch bessere Bedingungen zu bieten, plane der Zoo eine neue Anlage, sagte Lengger. Das künftige Areal soll den Tieren, die gerne toben und sich von Ast zu Ast hangeln, aber auch einen Ausflug in die nähere Umgebung weniger schmackhaft machen.

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