Kreativ in den Ferien : Kleine Künstler werden kreativ

Mit Kreativität und Geschicklichkeit werden die  Puppenköpfe gefertigt,  Kursleiterin Marta Olejko unterstützt die Kinder.
Mit Kreativität und Geschicklichkeit werden die Puppenköpfe gefertigt, Kursleiterin Marta Olejko unterstützt die Kinder.

Ferienkinder basteln bei Ataraxia mit Marta Olejko Handpuppen und entwickeln dazu eine Geschichte für das Puppentheater

von
10. Februar 2014, 23:39 Uhr

Es geht fast so quirlig wie in einem Ameisenhaufen zu – im Kreativkurs von Marta Olejko bei Ataraxia. Die zehn Ferienkinder, die gemeinsam mit ihr ein Puppenspiel vorbereiten wollen, sprudeln nur so vor Ideen. Jeder darf nach eigenen Vorstellungen eine Handpuppe basteln und wenn die Unikate fertig sind, wird gemeinsam eine Geschichte erfunden, in der alle mitspielen können.

Nach zwei Stunden Arbeit mit einer formbaren Masse aus Papierfasern, Ton und weiteren Zusätzen sind die ersten Gesichter schon zu erkennen: ein Affe, ein Ork, ein Frosch. Einigen der jungen Künstler geht die Arbeit flott von der Hand, andere bitten die Kursleiterin um Hilfe. „Marta, kannst Du mir bitte mal den Mund schönmachen“, fragt eine Zehnjährige. Marta Olejko nimmt eine der bereit liegenden halben Holzklammern und zeigt, wie es geht. Sie gibt Tipps, wo Nase, Augen und Ohren an den Puppenköpfen sitzen sollten, ohne die Kreativität der Sieben- bis Zwölfjährigen einzuschränken – ein Marsmännchen muss einfach anders aussehen, kann schuppige Gesichtshaut und auf Wunsch auch drei Augen haben.

Hannah hat schon Erfahrung im Umgang mit dem Material. „Perfekt“, lobt die Kursleiterin. „Das habe ich mit dem Ende der Wäscheklammer so gut hinbekommen“, sagt Hannah und freut sich über das Lob. Bald sind auch die anderen Kinder fertig. „Es macht so viel Spaß, weil wir uns alles selbst ausdenken dürfen“, sagt Leo. Und Leander ergänzt: „Und weil Marta so nett ist und uns hilft.“

Nun folgt der nächste Arbeitsgang. Die künftigen Handpuppenköpfe werden auf die Heizung zum Trocknen gelegt. Erst wenn das Material ausgehärtet ist, können die Gesichter bemalt und bei Bedarf Haare aus Wolle angeklebt werden.

Nachdem das nicht benötigte Material verpackt ist, machen sich die Mädchen und Jungen an die Anfertigung der Puppenkörper. Das sind Stoffsäckchen, die mit Reiskörnern gefüllt werden und kleine Arme mit Schlaufen bekommen. „Da werden dann die Daumen durchgesteckt und man kann beim Spielen ganz wunderbar gestikulieren“, erklärt die Puppenspielerin und Musikerin Marta Olejko.

Das wollen ihre Schützlinge gleich selbst ausprobieren und nutzen dabei zwei schon fertige, im vergangenen Jahr entstandene Puppen. „Großer Mann und kleine Frau heißen die“, sagt Lena und führt gleich mal vor, wie die kleine Frau geführt wird. Unterdessen haben die Jungs für den großen Mann ein Kostüm aus einer alten Zeitung gefertigt und schon beginnt das Spiel.

Doch bis die Kinder ihr Spiel mit den eigenen Puppen aufführen können, haben sie noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich. „Ja, es wird nicht so einfach, eine Geschichte zu erfinden, in der Menschen, Tiere, Marsmännchen und Orks aus der Herr-der-Ringe-Trilogie mitspielen können“, gibt sie zu, ist sich aber sicher, dass bis zur Premiere am Freitag um 13 Uhr im Haus der Kultur alles fertig sein wird.

„Wir haben bislang Puppenspiel noch nicht als Kurs im regulären Programm, sondern nur in den Ferien“, sagt Ataraxia-Pressesprecherin Beate Breustedt. „Sollte jedoch der Bedarf da sein und sich ausreichend Interessenten finden, werden wir so einen Kurs anbieten“, versichert sie.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen