Proteste gegen Schlossfestspiele Schwerin : Kleine Demo für großes Tier

Nicht besonders vielstimmig, aber lautstark war der Protest der Tierschützer gegen den geplanten Auftritt von Elefanten-Dame „Mala“.
Nicht besonders vielstimmig, aber lautstark war der Protest der Tierschützer gegen den geplanten Auftritt von Elefanten-Dame „Mala“.

Protestaktion gegen den Einsatz eines Elefanten bei „Aida“ lockte nur ein Dutzend

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26. Juni 2016, 21:00 Uhr

Schlossfestspiele ohne Wildtiere – so lautet die Petition, die Schweriner Tierschützer auf der Straße und im Internet gestartet haben. „Wir wollen damit Aufmerksamkeit erregen und im günstigsten Fall den Einsatz von ,Mala‘ bei ,Aida‘ verhindern“, sagt Anja Raudßus. Mehr als 1800 Unterschriften sind bisher zusammengekommen. In dieser Woche sollen noch weitere gesammelt werden.

Hintergrund: Für die Open-Air-Aufführungen der Oper „Aida“ bei den Schlossfestspielen in Schwerin ist fünf Monate vor dem Auftakt die größte Rolle besetzt worden: Theaterintendant Joachim Kümmritz und Regisseur Georg Rootering haben zur Komplettierung des Triumphmarsches die 31-jährige Elefantenkuh „Mala“ ausgewählt. Der schwergewichtige Statist soll vom 8. Juli bis 14. August in 23 Vorstellungen mitwirken.

„Dafür muss das Tier jedes Mal mehr als zwei Stunden im Transporter zwischen dem Elefantenhof Platschow und dem Schweriner Alten Garten verbringen“, sagt Raudßus. „Und das für vielleicht vier Minuten Auftritt.“

Bei einer Protestdemonstration an der Schlossbrücke sammelten die Aktivisten weitere Unterschriften für die Petition. Doch das kleine Dutzend Tierschützer fand nur wenig Beachtung bei den Passanten. Am Freitag soll Intendant Kümmritz die Unterschriftenliste erhalten, danach auch die Oberbürgermeisterin.

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