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Zeitung für die Landeshauptstadt

15. Dezember 2017 | 18:55 Uhr

Wir in der Feldstadt : Klein, aber oho

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Firma HNP Mikrosysteme fertigt Mikrozahnringpumpen für die ganze Welt

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Sie bestehen aus winzigen Teilen. Befördern minimale Mengen. Die kleinste Pumpe ist etwa so groß, wie ein halber Kugelschreiber. 69 Millimeter. „Einen Tropfen können wir mit unserer Technik auf einen ganzen Tag verteilen“, erklärt der Geschäftsführer der HNP Mikrosysteme GmbH Dr. Thomas Weisener stolz. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Mikrozahnringpumpen, die kleine Flüssigkeiten schnell und präzise dosieren. Und das neben der Schweriner Staatsanwaltschaft. Neben dem Mega Movies. Mitten in der Feldstadt.

Alles begann 1998 mit einer Idee: „Eigentlich wollten wir damals eine kleine Pumpe für einen Herzkatheter entwickeln“, erinnert sich Dr. Weisener. Doch das gestaltete sich schwerer als gedacht. Die Idee starb. Oder besser gesagt, sie wurde weiterentwickelt: „Wir spezialisierten uns auf die Dosiertechnik“, erzählt der Geschäftsführer. Und er nennt auch Beispiele: Bei der Analyse von Blutproben werden winzige Mengen von Chemikalien zugesetzt, die durch höchst präzise arbeitende Pumpen zugeführt werden. Und auch in der Autoindustrie, in Molkereien oder auch bei der Zusetzung von Menthol in Zigaretten kommen die kleinen Geräte zum Einsatz.

1998 war der Sitz des Unternehmens noch in Parchim. Auf etwa 1000 Quadratmetern arbeitete ein Team von fünf Personen. „Seitdem sind wir stark gewachsen“, sagt Dr. Weisener mit einem Lächeln. Seit 2013 sitzt die Firma am Bleicherufer. 74 Mitarbeiter auf 1700 Quadratmetern. 15 Vertretungen von den USA bis China und Australien gehören dazu. In Frankreich gibt es einen weiteren Firmensitz. „Unser Umsatz wächst jährlich um etwa 20 Prozent“, so Dr. Weisener. In fünf Jahren wolle man den Umsatz verdoppeln und rund 100 Mitarbeiter beschäftigen. Auch momentan brauche HNP Mikrosysteme neue Arbeitskräfte – in der Konstruktion, Montage und im Vertrieb.

„Wir haben den perfekten Standort gefunden – Anschluss an die Bahn, die große Kreuzung vor der Tür und zur Innenstadt ist es auch nicht weit“, schwärmt Dr. Weisener. Doch einen Wunsch hat er: „Hier im Center Bleicherufer fehlt ein guter Italiener“, sagt er mit einem Schmunzeln.

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