Video: Festspiele in Schwerin : Klassik-Konzert bei „Vorwärts“

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Foto: Reinhard Klawitter

Festspiele MV präsentierten Klassik-Erlebnis an „Unerhörtem Ort“ – vor und in den Werkhallen des ehemaligen Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk Schwerin. Unser Kamerateam war live dabei

svz.de von
06. August 2016, 05:00 Uhr

Klassik vor alten Werkhallen: Gut 800 Besucher lauschten gestern Abend der norwegischen Geigerin Vilde Frang und dem deutsch-französischen Cellisten Nicolas Altstaedt, die auf dem Gelände des ehemaligen Kraftfahrzeuginstandsetzungswerkes „Vorwärts“ unter anderem Werke von Henri Dutilleux und Zoltan Kodály spielten.  Dazu gab es Texte von Anna Thalbach und zum Finale die junge Norddeutsche Philharmonie mit Strawinskis „Frühlingsopfer“, präsentiert von den Festspielen MV. „Unerhörte Orte“ nennen die Festspiele ihre Konzertreihe. Und so stand am Freitag Abend auch das Erleben dieser Orte im Mittelpunkt. Begrüßt von Bläsern wurden die Besucher durch die alten „Vorwärts“-Hallen geführt, die mit vielen Fotos vergangener Zeit geschmückt waren. Der Volkseigene Betrieb zählte mehr als 800 Mitarbeiter, die sich hauptsächlich um die Lebensverlängerung von Lastkraftwagen der Marke IFA kümmerten. Allerdings kann man den Trubel und die Geschäftigkeit des einstigen Alltags heute nur noch erahnen. Inmitten der Stadt gelegen, jedoch gänzlich ohne Funktion, verliert der Bau allmählich den Kampf gegen die Natur, die sich das Gelände zurückerobert. Eine künftige Nutzung muss erst noch gefunden werden.

Anna Thalbach, geboren 1973, ist seit mehr als zwanzig Jahren eine gefragte TV- und Kinoschauspielerin, die auch immer wieder an renommierten Bühnen wie dem Münchner Residenztheater, dem Berliner Ensemble oder dem Schauspielhaus Zürich tätig ist. Sie las  Geschichten über den „Unerhörten Ort“, die der frühere Chefdramaturg des Mecklenburgischen Staatstheaters und heutige Schauspieldirektor des Volkstheaters Rostock, Ralph Reichel, zusammengetragen hat. Grundlage dafür waren Interviews mit ehemaligen „Vorwärts“-Mitarbeitern.

Ballett-Musik von Igor Strawinski beendete den eindrucksvollen, mehrstündigen Konzert-Abend vor außergewöhnlicher Kulisse: „Le sacre du printemps“, das „Frühlingsopfer“. Das 1913 komponierte Stück gilt als Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts. Aufgeführt wurde es von der Jungen Norddeutschen Philharmonie, ein Ensemble mit Musikstudenten aus ganz Norddeutschland. Timo Weber

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