Sport frei im Neubau : Klasse Start für tolle Laufhalle

Der erste 60-Meter-Sprint in der neuen Halle – gestartet von OB Angelika Gramkow (2.v.r.).
Der erste 60-Meter-Sprint in der neuen Halle – gestartet von OB Angelika Gramkow (2.v.r.).

SSC-Leichtathleten und ihre Gäste weihten am Sonnabend mit einem stimmungsvollen Auftaktwettkampf ihr neues Schmuckstück ein

svz.de von
24. März 2014, 08:00 Uhr

Die alte Halle war heute vor zwei Jahren abgebrannt, die neue wurde heute vor zwei Tagen eingeweiht: Nach einem Einjahres-„Marathon“ durch alle Instanzen und neunmonatiger Bauzeit gab Angelika Gramkow Sonnabend in der Laufhalle den ersten Startschuss. Eigentlich sogar zwei – verbal als Oberbürgermeisterin, dann gleich noch sportlich für den ersten 60-Meter-Sprint, der beim stimmungsvollen Eröffnungs-Wettkampf in der 3,5 Millionen Euro teuren Halle absolviert wurde.

Stimmungsvoll nicht zuletzt auch deshalb, weil umgehend eines ganz offensichtlich wurde: Das lange Warten hat sich gelohnt. Die rund 3500 m² große, moderne Halle bietet alles, was das Herz eines Leichtathleten – und die Herzen aller anderen Sportler, die hier Teile ihres Trainings absolvieren werden – höher schlagen lässt. Zwei genau 200 Meter lange Rundbahnen umschließen sechs 60-Meter-Sprintbahnen nebst Auslauf, eine moderne Stabhochsprunganlage sowie zwei Weitsprunganlagen mit integriertem Absprungbalken für den Dreisprung. Außerdem durften sich die SSC-Athleten noch über 2000 Euro freuen, mit denen die Schweriner Bürgerstiftung eine vereinseigene Ausstattung sponsert.

Wenn es an der Halle etwas zu bemängeln gibt, dann dass sie „nur“ als Trainingshalle konzipiert und für Zuschauer eher weniger geeignet ist.

Doch das störte trotz einigen Gedränges am Sonnabend niemanden und nicht nur die Sportler, auch ihre Gäste waren begeistert. „Wir waren früher auch mit unserer alten Halle vollauf zufrieden. Aber wenn man dieses Schmuckstück hier sieht, bekommt man glatt nochmal Lust auf Training“, sagte zum Beispiel 800-Meter-Olympiasiegerin Sigrun Grau, die extra aus Neubrandenburg an den Ort ihrer ersten sportlichen Erfolge gekommen war. Ebenso wie die früheren Schweriner Traktor-Olympiastarter Siegfried Stark (Zehnkampf/1976 und 1980), Norbert Thiede (Diskus/1976) und Gerald Weiß (Speer/1988), weitere frühere erfolgreiche Sportler und Trainer des SC Traktor. oder auch SCN-Kugelstoßer Ralf Bartels, der als Jung-Trainer seine Trainingsgruppe zum Kugelstoßwettkampf mitbrachte. Als überhaupt erste Konkurrenz noch vor den Sprints ausgetragen, wurde hier logischerweise auch der erste Hallen-Rekord erzielt: 16,95 m stieß SSC-Recke Eric Millrath, „aus dem vollen Training heraus“, wie der eigentliche 18-Meter-Stoßer bemerkte. Und so gilt für den Rekord und die Halle gleichermaßen: Ein guter Anfang, der Lust auf die Zukunft macht.


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