Die Saubermacher : Klarschiff am Zippendorfer Strand

Papierkörbe leeren, Müll aufsammeln: Stefan Schuck (r.) und Oliver Schwarz bringen Zippendorf in Form.   Fotos: Klawitter (2)
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Papierkörbe leeren, Müll aufsammeln: Stefan Schuck (r.) und Oliver Schwarz bringen Zippendorf in Form. Fotos: Klawitter (2)

Stefan Schuck und Oliver Schwarz reinigen Sand und Promenade – Frank Heiden gibt Bäumen das nötige Wasser

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19. August 2015, 16:00 Uhr

Wenn Stefan Schuck und Oliver Schwarz ihren Job machen, haben sie den Zippendorfer Strand fast ganz für sich alleine. Nur ein paar Frühbader kreuzen den Weg der beiden Mitarbeiter der Firma Gegenbauer, die jeden Morgen von 7 Uhr an  im Auftrag der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen  für Sauberkeit an Schwerins größter Freiluft-Badewanne sorgen.

Müllsäcke und Greifzangen sind die wichtigsten Hilfsmittel der beiden Saubermänner. Zigaretten-Kippen, Flaschen, Dosen, Reste einer Grillparty oder auch schon mal einen Schnuller lesen aus dem Sand auf. „Die Menge des Mülls ist eigentlich seit Jahren konstant“, berichtet Stefan Schuck. „Einen Schatz haben wir noch nicht gefunden, aber leider immer wieder  viele Scherben.“

Von Mai bis September sind die Gegenbauer-Leute am Strand unterwegs, wo sie regelmäßig auch  die tiefen Löcher im Sand zuschaufeln. Schuck und Schwarz kümmern sich  aber   genauso um die Promenade, fegen den Gehweg, leeren die Papierkörbe, zupfen   Unkraut. Zwei Stunden dauert der Einsatz üblicherweise. „Und wenn es sein muss, dann schicken wir auch mal mehr Kollegen an den Strand“, sagt Gegenbauer-Teamleiter Sven-Christoph Thiel.

Uwe Autrum, bei den SDS zuständig für Unterhaltung von Grünanlagen, ist dankbar, dass die Männer von Gegenbauer in Zippendorf täglich Klarschiff machen.  „Montags und donnerstags wird der  Strand außerdem mit einer großen Maschine gesiebt und eingeebnet“, erklärt er.

Eine andere typische Sommer-Aufgabe übernehmen die SDS übrigens selbst: das Wässern von Bäumen im Stadtgebiet. „Vor allem die 500 Jungbäume brauchen in der warmen Jahreszeit ausreichend Feuchtigkeit“, betont Autrum. Alle drei Wochen bekäme jeder Baum etwa 60 Liter pro Bewässerungsgang – Linden, Eichen, Rotdorne, Platanen, Wildbirnen und andere Pflanzen könnten so auch bei Hitze bestens gedeihen.

1800 Liter Wasser hat Frank Heiden in seinem Tank, wenn er mit dem Multicar durch die Stadt fährt, um die Bäume mit dem kostbaren Nass zu versorgen. Eine Gießkanne muss der SDS-Mitarbeiter für die Bewässerung nicht in die Hand nehmen. An seinem Fahrzeug befindet sich eine ausfahrbare  „Gießlanze“, mit der Heiden punktgenau jeden Baum ansteuern kann. Durch verschiedene Aufsätze kann er außerdem den Wasserstrahl regulieren. „Ohne die gezielte Bewässerung würden die Bäume im Sommer nicht klarkommen“, erläutert Heiden beim Einsatz auf dem Bertha-Klingberg-Platz. „Ein Regenschauer kommt unten bei den Pflanzen gar nicht an.“

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