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Hochschulstandort : Klares Ja für eine Uni in Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr junge Leute, mehr Kultur, mehr Konsum: SVZ-Leser sehen in einer Hochschule nur Vorteile für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 16.Okt.2014 | 20:41 Uhr

Die Leser unserer Zeitung sind sich einig: Schwerin braucht eine Universität. „Auf die Frage, ob eine Uni die Stadt nach vorn bringt, gibt es nur ein ganz klares Ja“, schreibt etwa die 24-jährige KatjaSchäfer aus Schwerin in einer Reaktion auf unsere Berichterstattung in den vergangenen Tagen – und liefert auch gleich die Begründung: „Immer mehr junge Leute verlassen Schwerin und das meist nicht, weil es ihnen hier nicht mehr gefällt, sondern weil es nicht genügend Studienmöglichkeiten gibt.“

Auch Monique Schmidtke hätte gerne in Schwerin studiert, mangels Gelegenheit ging sie nach Tübingen. „Hätte Schwerin eine Uni, wären viele junge Leute hier und es würde der Kulturszene und der Wirtschaft einen enormen Aufschwung geben.“ In Tübingen seien die Bars und Clubs immer voller Studenten, berichtet Schmidtke. „Aber nicht nur junge Leute hätten eine Möglichkeit zu studieren. Es gibt auch viele ältere Leute, die noch ein Studium anfangen, um sich aus Interesse weiterzubilden.“

Durch eine Universität würden viele vorhandene Gebäude in der Stadt wieder sinnvoll genutzt, erklärt Michael Polzin aus Rogahn. Schwerin biete ähnliche Gegebenheiten wie beispielsweise Friedrichshafen oder Konstanz am Bodensee, die als kleine Universitätsstädte auch wegen ihre Naturnähe bei den Studenten sehr beliebt seien, so Polzin. Das Argument, neben Rostock und Geifswald hätte eine weitere Uni in MV keine Zukunft, könne er nicht nachvollziehen. „Vergleiche mit anderen Bundesländern zeigen, dass viele kleine Universitätsstädte wie Lüneburg, Passau oder Tübingen selbst im Schatten ihrer großen Hauptstädte trotzdem mit vielen Vorteilen erfolgreich existieren.“

Schwerin würde sehr von einer Universität profitieren, sagt Christine von Kiparski. Das Leben in der Stadt wäre bunter, und neue Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung würden junge Leute im Lande halten. „Günstiger Wohnraum in Zentrumsnähe, eine gute Infrastruktur und Nahverkehrsanbindung werden von den Studierenden in ganz Deutschland gesucht und dankend angenommen“, so von Kiparski.

Ein Uni wäre für Schwerin optimal, betont auch Pierre Congard – gut fürs Image, eine gute Werbung, gut für den Sport, gut für Kultur und Tourismus, gut für die Wirtschaft. Schon aus demografischen Gründen wünscht sich Hannelore Mönter eine Universität in Schwerin, „damit das Durchschnittsalter in der Stadt mal gesenkt wird.“

Unsere Zeitung wecke mit ihrer Berichterstattung zum Thema Uni „schlafende Hunde im positiven Sinne“, sagt Bernd Karsten aus Mueß. Sein Rat: „Die bisherigen kleinen Hoch- und Fachschulen wie Baltic College, Design Schule und Hochschule der Agentur für Arbeit sind ein guter Anfang. Ihre Initiativen könnten in ein Gesamtkonzept mit einfließen.“



 



 

 

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