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Sommer, Sonne, Kaktus – und Helge Schneider : Klamauk im Schweriner Schlossgarten

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Noch ist Helge Schneiders Pensionierung nicht in Sicht. Dass dafür seine Spielfreude und Bühnenpräsenz noch viel zu ausgeprägt ist, bewies der Clown des Jazz am Sonnabend mehr als 1000 Zuschauern auf der Freilichtbühne.

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erstellt am 18.Aug.2013 | 04:51 Uhr

Ostorf | Bescheidenheit ist nicht seine Sache. Seit einem jüngst zugeschickten Rentenbescheid habe er Angst, denn ein Superstar wie er könne auf keinen Fall mit einer sechsstelligen Summe monatlich klar kommen. Er werde sich einschränken müssen. Noch ist Helge Schneiders Pensionierung aber nicht in Sicht. Dass dafür seine Spielfreude und Bühnenpräsenz noch viel zu ausgeprägt ist, bewies der Clown des Jazz am Sonnabend mehr als 1000 Zuschauern auf der Freilichtbühne. Aus dem ihm eigenen sozialen Gewissen heraus teilte er sich die Bretter mit bis zu sieben Musikern, die er sich nach seiner Aussage allesamt von den Arbeitsämtern in Rostock, Schwerin und New York vermitteln ließ.

Gleich zu Beginn verteilte Schneider Komplimente: "Schwerin ist die schönste Stadt zwischen Müritz und London." Trotz alledem zeigte er sich nur kurz irritiert, als um 23 Uhr explosionsartiges Donnergrollen vom Drachenbootfestival seine Abschiedsworte wie aufs Stichwort untermalte: "Ich habe mich so auf Schwerin gefreut. Und man hat hier davon gehört. Deswegen gibt es jetzt dieses Feuerwerk - mir zu Ehren." Dazwischen lagen drei Stunden Improvisation, Klamauk, chaplineske Tanzeinlagen, Abdriften zum Techno ("Music is the key"), eindrucksvolle Reminiszenzen in Anekdoten und Musikstücken an Größen wie Duke Ellington und Sammy Davis Jr. ("Mr. Bojangles") sowie selbstverständlich seine eigenen Hits wie "Es gibt Reis" und "Telefonmann".

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