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Kinderbetreuung in Schwerin : Kita-Träger suchen Personal

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Schwerin werden einige neue Einrichtungen gebaut – doch Fachkräfte zu bekommen, wird schwierig

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Junge Familien zieht es nach Schwerin, die Geburtenzahlen steigen. Folgerichtig werden in der Stadt einige neue Kindertagesstätten und Horte gebaut. Doch ist überhaupt Fachpersonal für diese zusätzlichen Einrichtungen zu bekommen? „Das wird in den kommenden Jahren ein Problem“, sagt Sozialdezernent Andreas Ruhl. „Zumal anderswo mehr gezahlt wird.“

Doch das ist nicht unbedingt das Thema der aus der Ausbildung kommenden jungen Leute. „Denen geht es vor allem um die Konzepte der Einrichtungen und um den Ruf des jeweiligen Trägers“, sagt Anke Preuß, Geschäftsführerin der städtischen Kita gGmbH.

Und es geht um die Ausstattung der Kindertagesstätten. Das haben die Stadtvertreter bereits thematisiert. „Es kommt auf die Rahmenbedingungen an“, hat Susanne Herweg gesagt. Die CDU-Vertreterin in einer Arbeitsgruppe, die über die Verwendung von knapp 670 000 Euro aus dem nicht ausgegebenen Betreuungsgeld des Bundes entscheiden sollte, forderte „nachhaltige“ Ausgaben (SVZ berichtete). Die AG hatte alle Kita-Träger abgefragt und die hatten Projekte eingereicht, um ihre Einrichtungen attraktiver zu machen – für Kinder, Eltern und Erzieher.

Anke Preuß sieht aber auch ein Problem in der Personalplanung. „Das wird für die nächsten Jahre die große Herausforderung.“ In diesem Jahr wird die Kita gGmbH als größter Anbieter in der Stadt zehn neue Mitarbeiter einstellen. „Im nächsten Jahr werden es mehr sein“, sagt Anke Preuß. Ihr Problem: Bewerbungen bekommt sie immer nur bis zum Sommer, wenn die jungen Leute ihre Ausbildung beendet haben. Werden aber eine Kita oder ein Hort erst zum Jahreswechsel eröffnet, wird es schwierig. „Wir können aber auch nicht auf Vorrat einstellen“, so die Geschäftsführerin. Dazu kommt, dass jedes Jahr fünf bis sieben Erzieherinnen bei der Kita gGmbH in den Ruhestand gehen. Und: Die jungen Frauen bekommen Kinder. „Das ist toll“, sagt Anke Preuß. „Macht unsere Planungen aber auch sehr problematisch.“

In Schwerin werden der City- und der Heinehort neu gebaut und bekommen jeweils eine zusätzliche Gruppe. Im neuen Hort in der Hafenstraße wird es zunächst zwei Gruppen geben.

Außerdem werden im Hafen, auf dem Großen Dreesch und in Süd neue Kitas gebaut. Auch in Friedrichsthal ist eine neue Einrichtung mit 70 Plätzen im Gespräch. Allerdings ist die Finanzierung des 1,1-Millionen-Baus noch nicht gesichert. Eine Förderung in Höhe von 800 000 Euro hat die Stadt in Aussicht. Woher die restlichen 300 000 Euro kommen sollen, ist unklar. Und auch über eine Kita beim Wohnpark Zippendorf wird nachgedacht.

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