Kinderbetreuung : Kita-Planer soll bald funktionieren

Nichts funktioniert richtig: Damit junge Mütter auf der Suche nach einem Betreuungsplatz nicht Haare raufend vor dem Kita-Planer im Internet sitzen, will die Stadt mit den freien Trägern nachbessern.
Nichts funktioniert richtig: Damit junge Mütter auf der Suche nach einem Betreuungsplatz nicht Haare raufend vor dem Kita-Planer im Internet sitzen, will die Stadt mit den freien Trägern nachbessern.

Schwerins Stadtspitze verspricht: Daten im Online-Anmeldesystem werden durch Anpassen der Software künftig effektiver gepflegt

svz.de von
04. Februar 2016, 08:00 Uhr

Damit der Kita-Planer im Internet endlich von Nutzen ist, hat die Stadtspitze mehrere Lösungsansätze im Blick. Mit dem System wird den Eltern die Möglichkeit geboten, sich bequem von zu Hause aus über Betreuungsmöglichkeiten der Stadt zu informieren und dann direkt auf Kinderbetreuungsplätze zu bewerben. Dadurch entfällt der Aufwand, sich einzeln in jeder Einrichtung für einen Kinderbetreuungsplatz vormerken zu lassen. Das Problem: Die eingestellten Daten sind weder aktuell noch umfassend. Zahlreiche Eltern berichteten gegenüber SVZ zudem, dass auf konkrete Platzwünsche überhaupt keine Reaktion kam. Die Folge: Klare Informationen gibt es derzeit nur, wenn Eltern in der jeweiligen Tagesstätte selbst vorsprechen. Das wiederum konterkariert die Idee des Online-Planers (SVZ berichtete).

„Wir werden sehr kurzfristig den Datenbestand ausweiten“, erklärt Jugenddezernent Andreas Ruhl auf SVZ-Anfrage. Damit Doppelerfassungen der Kinder-Daten künftig wegfallen, sollen Software-Schnittstellen bei der Stadt und den freien Trägern eingerichtet werden. Arbeiterwohlfahrt, DRK und Kita gGmbH seien bereits im Boot.

Die Doppelerfassung entsteht bislang vor allem dadurch, daß Kinderdaten einmal im Kita-Planer sowie in der eigenen Kinderverwaltungssoftware des Trägers gepflegt werden. Der Mehraufwand führt zum Stau und somit zu Schwierigkeiten mit der Aktualität des Planers.

Hinzu kommt, dass die Anmeldeformulare der Eltern, die sie in den Einrichtungen ausgefüllt haben, von den Mitarbeitern nachträglich in den Kita-Planer eingepflegt werden müssen. Auch hier ist das Ergebnis naheliegend: Der zusätzliche Aufwand ist nicht immer zügig umsetzbar, so dass die Daten im System nicht aktuell sind.

Deshalb sollen künftig Einrichtungen und Träger die Eltern vor Ort auf das Online-System für die Anmeldung verweisen, damit dieser Pflegeaufwand direkt von den Eltern übernommen wird und nicht in den Einrichtungen anfällt.

Parallel will die Stadtspitze den freien Trägern Schulungen anbieten und einen konkreten Ansprechpartner in Sachen Kita-Planer im Stadthaus benennen. Damit nicht alles auf freiwilliger Basis und Bitten geschieht, lässt die Stadt gerade prüfen, ob in den Entgeltverhandlungen mit den Trägern die Nutzung des Kita-Planers verpflichtend aufgenommen werden kann, bzw. ein diesbezüglicher Nachtrag zu den bereits stattgefundenen Entgeltverhandlungen vorgenommen werden kann.

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