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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 04:11 Uhr

Dauerstreit : Kita-Essen: Träger wollen abwarten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Einrichtungen haben ab heute wieder geöffnet: Pauschalabrechnung der Kinderverpflegung sorgt weiter für Ärger bei vielen Eltern

von
erstellt am 04.Jan.2015 | 21:30 Uhr

Die Festtagspause ist heute beendet und die Türen der Kitas in der Landeshauptstadt sind wieder geöffnet. Mit dem neuen Jahr tritt nun auch die Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) in Kraft – und noch immer haben sich die Wogen nicht geglättet. Für Streit sorgt weiterhin die Abrechnung des Kita-Essens.

Alle Kinder sollen ein gesundes Essen zu jeder Mahlzeit in der Kita bekommen, so steht es im Gesetz. Auf den ersten Blick keine schlechte Idee. Doch bei der Frage der Abrechnung scheiden sich die Geister. Denn die Betreiber bleiben nicht alle bei der gewohnten Spitzabrechnung, bei der nur das wirklich genutzte Angebot abgerechnet wird. Einige Träger, wie beispielsweise die Kita gGmbH, favorisieren die von der Stadt Schwerin vorgeschlagene Pauschalabrechnung: 17 Tage im Monat werden berechnet, egal wie oft das Kind da ist beziehungsweise fehlt (wir berichteten).

Auch jetzt, wo das neue Jahr begonnen hat, ist noch nicht alles endgültig festgezurrt. So haben Eltern des Matthias-Claudius-Kindergarten in der Schelfstadt sich schon mehrfach an den Träger gewandt. „Ich habe bislang um die 200 Euro für mein Kind bezahlt, jetzt sind es nach Einführung der Pauschale gut das Doppelte“, beschwerte sich ein besorgter Vater am „Heißen Draht“.

Thomas Tweer, Geschäftsführer der Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH, weiß um dieses Problem. „Wir bleiben vorerst bei der Pauschale, aber auch im Kontakt mit den Eltern. Vor den Sommerferien werden wir uns noch einmal zusammensetzen und dann eine kurze Bilanz ziehen. Sollten dann immer noch viele Eltern unzufrieden sein, dann gibt es sicher auch wieder einen Weg zurück zur Spitzabrechnung“, sagt Tweer.

Bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist man inzwischen wieder zur einzelnen Abrechnung zurückgekehrt. „Wir haben das in den Kitas besprochen, auch mit den Elternratsvorsitzenden diskutiert und sind dann zu dem Ergebnis gekommen, dass die Spitzabrechnung die bessere Lösung ist“, erklärt Axel Mielke. Allerdings verändere sich dennoch der Preis für die Verpflegung in der Kita. „Auch wir sind von der Einführung des Mindestlohns betroffen und werden deshalb eine Kostensteigerung nicht verhindern können“, sagt der Awo-Geschäftsführer.

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