Diakonie: : Kita-Essen kostet bald 73,78 Euro

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Vollverpflegung wird teurer

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04. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Wer heute sein Kind in eine der 13 Kindertagesstätten des Diakoniewerkes „Neues Ufer“ bringt, erhält in einem Elternbrief alle Informationen rund um die Neuregelungen des Kindertagesstättenfördergesetzes des Landes, die zum Jahresbeginn greifen. Das bestätigte Diakonie-Geschäftsführer Thomas Tweer auf Anfrage unserer Zeitung. Damit gibt es endlich Klarheit, was die per Gesetz verordnete Vollverpflegung in den Kitas kosten wird: 73,78 Euro werden dafür monatlich für die 2100 Mädchen und Jungen fällig, die in der Region Schwerin von der Diakonie betreut werden.

Denn auch das „Neue Ufer“ hat sich in Absprache mit den Jugendämtern für eine Pauschalabrechnung entschieden – wie auch andere Träger im Umland und in der Landeshauptstadt. Einerlei, wie häufig das Kind in der Einrichtung ist, abgerechnet wird für 17 Tage. Da sowohl mit dem Essensanbieter DDM in Schwerin als auch mit dem Demener Unternehmen UWM ein Tagessatz von 4,34 Euro ausgehandelt wurde, entsteht der Gesamtpreis von 73,78 Euro.

„Bei der Pauschale rechnen wir Krankheit und Urlaub mit ein. Von den 254 Werktagen im nächsten Jahr haben wir 30 Tage für Urlaub und 20 Tage für eventuelle Krankheit abgezogen. So entsteht die 17-Tage-Pauschale“, erklärt Thomas Tweer. Durchschnittlich sei gegenwärtig ein Kind 21 Tage je Monat in der Kita. Allerdings gibt es heute in den Diakonie-Einrichtungen, die laut Tweer alle schon eine gesunde Vollverpflegung anbieten, noch die Möglichkeit, einzelne Mahlzeiten wie das Frühstück abzuwählen – und so Geld zu sparen. Das lässt das Gesetz des Landes von Januar an aber nicht mehr zu. Andererseits: „Wenn ein Kind regelmäßig betreut wird, fallen aufs Jahr gerechnet durch die Pauschale für die Eltern zehn Wochen lang keine Verpflegungskosten an“, sagt Tweer.

Die Umstellung der Zahlung auf Vorkasse will die Diakonie erst im März vollziehen. „Im Januar gibt es viele andere private Ausgaben wie Versicherungen“, sagt Tweer. „Wir wollen unsere Eltern so ein wenig entlasten und werden beim Verpflegungsgeld für einen Monat selbst in Vorkasse gehen.“

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