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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 05:59 Uhr

Kinderbetreuung : Kita-Essen: Abrechnung einfacher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Preis pauschal: Kita-Träger in Schwerin künftig auch bei der Versorgung der Kinder in den Einrichtungen Vertragspartner der Eltern

von
erstellt am 18.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Für tausende Eltern in der Landeshauptstadt vereinfachen sich die Modalitäten der Essenversorgung ihrer Kinder, die in den Tagesstätten betreut werden: Die Kita gGmbH und weitere Betreiber von Kindertagesstätten wie die Awo und das Diakoniewerk Neues Ufer haben sich darauf verständigt, die Vollversorgung mit Mahlzeiten in das Betreuungsangebot zu integrieren und künftig pauschal abzurechnen.

Zoe, Justin und Sven sind rundum zufrieden. Das Mittagessen hat ihnen auch heute geschmeckt. „Ich mag am liebsten Kartoffeln mit Soße und Fleisch. Und dann müssen unbedingt noch Erbsen dabei sein“, sagt die fünfjährige Zoe. Justin schwört auf Nudeln mit Tomatensoße, findet aber auch Broccoli und Bohnen ziemlich lecker. Sven steht auf Radieschen – „die gibt es zum Frühstück dazu.“ Die drei Vorschulkinder werden wie alle anderen Mädchen und Jungen in ihrer Kita über den ganzen Tag mit kindgerechten Mahlzeiten versorgt. Zum Frühstück können die Kinder beispielsweise zwischen Cornflakes, Filinchen, Joghurt sowie Obst und natürlich bunt belegten Schnitten wählen, die sie sich selbst schmieren. Unter 15 verschiedenen Sorten Brot kann eine Auswahl getroffen werden, so ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Das gilt auch für Mittag und Vesper. Getränke stehen ganztägig bereit: Verschiedene Säfte, aber hauptsächlich Wasser sorgen neben Tee und Milchgetränken dafür, dass ausreichend getrunken wird.

„Wir wissen, dass vielen Eltern die Essenversorgung ihrer Kinder mindestens genauso am Herzen liegt wie die eigentliche Betreuung“, sagt Anke Preuß, Geschäftsführerin der Kita gGmbH. Mit der Änderung gesetzlicher Vorschriften im Land wird künftig die Essenversorgung Bestandteil des Betreuungsangebotes sein. „Wir halten das für richtig, denn es gibt immer noch Kinder, die keine drei Mahlzeiten am Tag erhalten. Und das kann einfach nicht sein“, stimmt Anke Preuß mit Awo-Geschäftsführer Axel Mielke und Thomas Tweer, Geschäftsführer des Diakoniewerks, als weiteren Betreibern von Kindertagesstätten, überein. Für die Eltern, deren Kinder in Kindertagesstätten betreut werden, ist künftig der Kita-Betreiber Vertragspartner – sowohl für die Betreuung als auch für die Essenversorgung. Das Ergebnis langer Beratungen, so sind sich die Geschäftsführer und der Träger der örtlichen Jugendhilfe einig, kann sich sehen lassen: Es folgt einem Modell in Landkreisen, bei dem eine mit dem Jugendamt abgestimmte Vollversorgung für 17 Tage in Rechnung gestellt wird. Abhängig ist die Höhe vom Anspruch auf einen Vollzeit- beziehungsweise Teilzeit-Betreuungsplatz.

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