Mehr Platz : Kita braucht Platz für die Jüngsten

Schattige Plätze sind jetzt begehrt Auf dem Spielplatz der Kita „Aubachspatzen“ ist der Sandkasten überdacht. Auch die Erzieherinnen Margret Schnoor und Inna Kopylov wissen das zu schätzen.
1 von 2
Schattige Plätze sind jetzt begehrt Auf dem Spielplatz der Kita „Aubachspatzen“ ist der Sandkasten überdacht. Auch die Erzieherinnen Margret Schnoor und Inna Kopylov wissen das zu schätzen.

Alt Meteln will die Bedingungen in der Kinderbetreuung verbessern und eine neue Krippe bauen

Der Plan steht: Die Gemeinde Alt Meteln will die Situation für Eltern mit kleinen Kindern verbessern. Vorgesehen ist, das Backsteingebäude, in dem derzeit die Hort- und Vorschulkinder untergebracht sind, komplett umzubauen. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, von außen bleibt es im Prinzip so wie es, erklärt Bürgermeister Hans-Jürgen Zobjack. Innen werde alles auf Vordermann gebracht.

In einem zweiten Schritt ist dann der Neubau einer Kinderkrippe geplant, erläutert der Bürgermeister weiter. Dieser wird mit einem Zwischenbau zum Hortgebäude verbunden.

Umbau und Krippenneubau zusammen sollen etwa 1,4 Millionen Euro kosten. Ohne Fördermittel aber geht es nicht, betont Zobjack. Die Zusage des Landkreises Nordwestmecklenburg liege vor. Die Gemeinde selbst wird ihren Anteil von 25 Prozent der Baukosten übernehmen. Dafür müsse sie Kredit aufnehmen: 350 000 Euro.

Grund für die Bauplanungen: Die Plätze für die Kinderbetreuung reichen nicht aus. Vor allem im Backsteingebäude ist es eng geworden. Denn hier werden neben den Hortkindern auch schon die Vorschulkinder betreut. Für sie ist in der Kita kein Platz mehr.

Die Tagesstätte, in der auch die Krippenkinder untergebracht sind, hat ihr Domizil in einem ehemaligem Wohnhaus. „Das müsste dringend saniert werden. Das wissen wir. Und wir haben auch schon hin und her überlegt, wie wir das Problem lösen können“, erzählt der Bürgermeister. Das alte Haus von Grund auf zu erneuern, würde viel, sehr viel Geld kosten – und am eigentlichen Platzproblem nicht allzu viel ändern. Die Gemeinde sei froh, dass es noch einen Bestandsschutz für die Kita gäbe. Der Auszug der Kinder aus diesem Gebäude ist beschlossene Sache. Das Haus will die Gemeinde dann verkaufen.

Von ihren ursprünglichen Plänen, die seit Jahren leer stehende alte Schule umzubauen und für die Kinderbetreuung zu nutzen, ist die Gemeinde wieder abgerückt. „Fachleute haben uns gesagt, dass sich eine Sanierung des Schulhauses nicht mehr lohnen würde. Unter anderem fehle die komplette Dämmung. Nach jetzigen Plänen soll es abgerissen werden.

Mit der Sanierung des Hortgebäudes und dem Neubau der Krippe verfolgt die Kommune ein Ziel: Die Kinderbetreuung an einem Standort zu konzentrieren. Zobjack: „Dann hätten wir Krippen- und Kindergartenkinder sowie Hortkinder in unmittelbarer Nachbarschaft beisammen. Auch für die Erzieherinnen würde die Arbeit dann einfacher, weil sie sich so besser abstimmen können.“

Jetzt wartet die Gemeinde auf die Baugenehmigung, dann folgt die Ausschreibung, so dass voraussichtlich im Herbst mit der Sanierung begonnen werden kann. Der Krippenneubau ist für 2016 geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen