Zehn Fragen an Christoph Müller : Kiosk-Job für Caterina Valente

Christoph Müller wurde 1938 in Stuttgart geboren und ist im Schweriner Museum ein gern und häufig gesehener Gast. Der Journalist und Verleger widmet sich heute ganz der Kunst. Er lebt inzwischen in Berlin und in Sassnitz auf Rügen.
Christoph Müller wurde 1938 in Stuttgart geboren und ist im Schweriner Museum ein gern und häufig gesehener Gast. Der Journalist und Verleger widmet sich heute ganz der Kunst. Er lebt inzwischen in Berlin und in Sassnitz auf Rügen.

Kunstmäzen Christoph Müller verdiente sich sein erstes Geld als Zeitungsverkäufer und legte es in Schallplatten an

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20. März 2016, 08:00 Uhr

Schwerin 155 Meisterwerke von niederländischen Malern aus dem 17. Jahrhundert hat Christoph Müller dem Staatlichen Museum in Schwerin geschenkt – geschätzter Wert: rund 20 Millionen Euro. Der heute 77-Jährige war Journalist und Verleger des „Schwäbischen Tagblatts“. Jetzt widmet er sich vor allem der Kunst, tritt als Mäzen auf, führt in der Landeshauptstadt auch gern durch seine Sammlung, steht bei Diskussionsveranstaltungen Rede und Antwort. Christian Koepke stellte Christoph Müller die zehn Fragen unserer Zeitung.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schwerin?

Komische Frage. Natürlich im Museum. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert ist einfach wunderschön.

Was würden Sie als Oberbürgermeister in Schwerin sofort ändern?

Ich würde alles Mögliche unternehmen, damit mehr junge Leute in die Stadt kommen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?

Als Abiturient habe ich in einem Kiosk in Stuttgart Zeitungen verkauft und das verdiente Geld in Schallplatten von Caterina Valente angelegt.

Was würden Sie gerne können?

Klavier spielen kann ich (lacht). Ich würde gern selbst malen können.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Im Moment Angela Merkel. Wie sie ihre Flüchtlingspolitik durchzieht, imponiert mir. Neue Mauern helfen uns nicht weiter.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich lese mindestens 15 Bücher gleichzeitig. Mein derzeitiges Lieblingsbuch ist eine Sammlung von Theaterkritiken aus der Feder von Alfred Döblin. „Ein Kerl muss eine Meinung haben“ heißt das Werk aus den 20er-Jahren, das ich in einem Schweriner Antiquariat erstanden habe.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Die Sendung „Wer wird Millionär?“ Dabei kann ich mich besonders gut entspannen.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den Maler Jan Vermeer

hätte ich gerne mal getroffen. Er ist der mit Abstand bemerkenswerteste Künstler des 17. Jahrhunderts.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich bekomme nie etwas geschenkt. Aber ich schenke anderen gern etwas – zum Beispiel dem Staatlichen Museum in Schwerin, dem ich ja die 155 holländischen Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert übergeben habe.

Was werden Sie als Rentner machen?
Ich bin doch schon Rentner. Und ich freue mich jeden Morgen, dass ich lebe.

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