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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 12:04 Uhr

Serie: Buga-Rückblick : Kinderparadies mit Kamelen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das hat uns die Bundesgartenschau 2009 gebracht – heute: der Spielplatz der Atolle am Franzosenweg

von
erstellt am 21.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Er war während der Bundesgartenschau 2009 das Ziel für Familien – der Spielplatz der Atolle. Am Franzosenweg konnten die Kinder unter Palmen im Wüstensand buddeln, auf Kamelen reiten und Vulkane besteigen – alles ausgefallene Spielgeräte aus Holz. Das Schöne: Den Spielplatz gibt es immer noch und weiterhin ist er bei den Schweriner Kindern sehr beliebt. „Das ist einer der meistfrequentiertesten Spielanlagen der Stadt“, sagt Axel Klabe, stellvertretender Werkleiter der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen.

Ein Platz zum Spielen - vor 2009 und heute

 

Spielplätze gehören zu einer Bundesgartenschau wie Blumen und Pflanzen. Neben kleineren Spielmöglichkeiten wie auf der Schwimmenden Wiese sollte auch ein großer, attraktiver Spielplatz gebaut werden. Von vornherein stand fest, dass der Platz am Franzosenweg auch nach der Buga Bestand haben sollte. Die Ideen für den Spielplatz der Atolle entwickelte der Diplom-Holzgestalter Gisbert Baarmann aus Dargersdorf bei Templin.

Feuerland, Wüstenland und Sumpfland – das sind die Themen für den Spielplatz. Auf Feuerland gibt es Spiel-Vulkane, die beklettert werden können. Einer hat sogar eine Rutsche. Das Wüstenland bietet einen Sandspielbereich, der einem Grabungsfeld nachempfunden wurde. Über eine Brücke und Durchlässe in den Strauchpflanzen ist das Sumpfland zu erreichen.

Angesiedelt wurde der Spielplatz der Atolle bewusst im damaligen Naturgarten – einem der Sieben Gärten mittendrin. Hier befand sich auch das Grüne Klassenzimmer, gleich um die Ecke gab es den Kinder-Bauernhof mit Schweinen, Gänsen und einer Brutstation für Wachteln. Hier wurden Bildung und Spaß für die kleinen Buga-Besucher angesiedelt.

 

Vor der Buga war die Lichtung am Franzosenweg allerdings von den Hockey-Spielern des Schweriner SC Breitensport „besetzt“. Hier hatten sie ihren Hockeyplatz mit den dazu gehörenden Sozialräumen. Bei feuchtem Wetter stand der Platz jedoch regelmäßig unter Wasser. Eine Elternmannschaft gab sich deshalb sogar den Namen „Sumpfflitzer“. Die Hockey-Sportler wurden umgesiedelt. Sie spielen jetzt auf einem Kunstrasenplatz im Sportpark Lankow – ohne beim leichtesten Regen feuchte Füße zu bekommen.

Zur Bundesgartenschau 2009 kamen fast zwei Millionen Besucher. Entsprechend frequentiert war auch der Spielplatz am Franzosenweg. Da war es selbstverständlich notwendig, dass es dort auch Toiletten gab. Die sind zum Bedauern sehr vieler Eltern nach der Buga wieder abgebaut worden. Eine Finanzierung war der Stadt zu „normalen Zeiten“ nicht möglich. Außerdem wären sie an dem abgelegenen Standort schnell ein Opfer von Vandalismus geworden. Als Kompromisslösung hat die Stadtmarketinggesellschaft aber eine mobile Behindertentoilette am Rande des Spielplatzes aufstellen lassen.

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