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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 09:08 Uhr

Demokratie in der Kita : Kinder sollen mitbestimmen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fachtagung „Kinder-Kitas-Kooperationen“ zu Ende. Das Ergebnis: Die Kleinsten in den Fokus rücken.

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Respekt und gegenseitige Wertschätzung ist nach Ansicht von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) das wichtigste Lernziel in den Bildungseinrichtungen des Landes. Das beginne bereits in der Kita, sagte Sellering bei der Fachtagung „Kinder - Kitas - Kooperationen“, die gestern nach zweitägiger Dauer in Schwerin zu Ende ging.

„Kinder haben eine angeborene Fähigkeit zur Kooperation und wollen mitgestalten und Verantwortung übernehmen“, sagte er. Dafür müsse ihnen der Rahmen geschaffen werden. Mehr als 100 Kita-Erzieher und Vertreter von Trägern diskutierten in Schwerin über bürgerschaftliches Engagement in den Kindereinrichtungen sowie über Möglichkeiten der Mitbestimmung für die Kinder. Bei der Konferenz wurde deutlich, dass ein Schlüssel für erfolgreiche Kita-Arbeit die Öffnung nach außen ist. Henrike Regenstein von der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Wir haben im Land eine Vielzahl von Beispielen, wie sich zivilgesellschaftliche Akteure in die pädagogische Arbeit der Kitas einbringen – Elternbeiräte, die Veranstaltungen und Ausflüge organisieren, Feuerwehren, die das neue Klettergerüst aufbauen, Fahrgemeinschaften zum Schwimmtraining, Vorlesepatenschaften.“

Solches ehrenamtliches Engagement sei ein Schatz, der gehegt und gepflegt werden müsse und nicht selbstverständlich sei. Ein umfangreiches Netzwerk nach außen hat die Kita „Kinderland“ in einem Parchimer Plattenbaugebiet aufgebaut.

Für Leiterin Bianca Meyer-Maak ist dieses Netzwerk unerlässlich, wie sie berichtete. In der Schwerpunkt-Kita übernehme der Landkreis für 70 Prozent der Eltern die Beiträge. Kinder aus aktuell 16 Nationen würden betreut. Enge Beziehungen bestünden laut Meyer-Maaks zu den Flüchtlingsunterkünften, zur Grundschule und zu anderen Kitas. „Wer das nicht gesehen hat, kann es sich sonst nicht vorstellen“, sagte Meyer-Maak.

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