Guter Zweck : Kinder fordern: Helfen statt reden

Sportlich und hilfsbereit: 453 Läufer aller Altersgruppen gingen am Südufer des Pfaffenteichs an den Start, um Geld für Kinderhilfsprojekte zu sammeln.  Fotos: Klawitter
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Sportlich und hilfsbereit: 453 Läufer aller Altersgruppen gingen am Südufer des Pfaffenteichs an den Start, um Geld für Kinderhilfsprojekte zu sammeln. Fotos: Klawitter

Schweriner Unicef-Lauf um den Pfaffenteich findet hunderte Freunde und Unterstützer und bringt mehr als 10 000 Euro Spendengeld

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21. September 2015, 12:00 Uhr

„Warum ich hier mitmache? Weil ich Kindern helfen will, denen es viel schlechter geht als uns, weil ich etwas bewirken will. Und hier hat jeder Einzelne die Möglichkeit dazu“, erklärt Aline Boldt ihr Engagement für den Schweriner Unicef-Lauf. Und sie ist bei weitem nicht die einzige Schülerin vom Fridericianum, die tatkräftig mit zupackt. „Wer nicht die Augen verschließt, muss sehen, wie groß die Not der Kinder in vielen Teilen der Welt ist. Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hilft wirklich. Deshalb mache ich hier mit“, sagt Leah Lampe. Es komme darauf an, zu helfen, nicht nur zu reden. Insgesamt sind es mehr als 35 Schüler, die bei Lehrerin Kerstin Biedermann in der Unicef-Gruppe des Fridericianums mitarbeiten. Am Sonnabend waren sie zum Teil schon um 7 Uhr am Südufer, um den 19. Lauf für den guten Zweck vorzubereiten.

Zahlreiche weitere Freiwillige von THW bis Kinderschutzbund waren ebenso traditionell dabei wie Manuela Schwesig. Die Bundesfamilienministerin und Schirmherrin lief in diesem Jahr allerdings nicht selbst mit, da sie sich auf Nachwuchs freut. Doch für sie ging gern ein Fridericianer an den Start: Jon David Wollenteit. „Ich habe mehrfach beim Unicef-Lauf mitgemacht und mich von der Idee, die dahinter steht, anstecken lassen. So bin ich zur Aktionsgruppe gekommen. Dass Frau Schwesig heute meine Sponsorin sein will, finde ich super. Ich werde für ihre Spenden viele Runden laufen“, versicherte der 14-Jährige.

Schwesig würdigte die Initiative der Fridericianer und der Schweriner Unicef-Gruppe, die in diesem Jahr auf Vorschlag der Schüler Geld für ein Hilfsprojekt in Kongo sammeln wollte. Dort soll Kindersoldaten bei der Wiedereingliederung geholfen werden. Es konnte aber auch für Flüchtlingskinder gespendet werden. „Kinder in aller Welt haben ein Recht darauf, ohne Gewalt aufzuwachsen. Ich unterstütze den Unicef-Lauf, damit die Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Hilfe ist dringend notwendig, damit diese Kinder zu einem geregelten Alltag mit Schule zurückkehren können. Waffen gehören nicht in Kinderhände und Kinder nicht in den Krieg“, betonte Schwesig.

Insgesamt hatten sich 453 Läufer aller Altersgruppen in die Startlisten eingetragen, darunter auch viele Prominente. So auch Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum. „Ich laufe gern und so kann ich zugleich den guten Zweck dieser Aktion unterstützen“, sagte er. Sportlich zeigte sich auch Sparkassendirektor Kai Lorenzen. Er hatte gleich seine ganze Familie mitgebracht. Gemeinsam mit seinen Kindern Antonia, Johanna und Konrad sowie Ehefrau Sabine lief er viele Spenden-Runden.

Insgesamt kamen mehr als 10 000 Euro zusammen. Cheforganisatorin Barbara Seiler war glücklich: „Ich danke allen, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.“

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