Holthusen : Kinder erobern ihr Bauland

Der Weihnachtsbaum steht schon: Die Vorschulkinder versammeln sich gestern auf dem Baugrundstück.
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Der Weihnachtsbaum steht schon: Die Vorschulkinder versammeln sich gestern auf dem Baugrundstück.

Gestern symbolischer erster Spatenstich für Holthusens neue Kita – Gemeinde schafft mit Millionen-Bau 109 Betreuungsplätze

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07. Dezember 2019, 05:00 Uhr

„Endlich geht es los“, rief Marianne Facklam gestern in die Runde. Holthusens Bürgermeisterin hatte am Vormittag persönlich die Kinder aus der Kita „Gänseblümchen“ für einen kleinen Spaziergang abgeholt. Ihr Ziel: das Bauland für Holthusens neue Kindertagesstätte. Im kommenden Frühjahr, nach fast sechs Jahren, soll hier Richtfest gefeiert werden. „Dass das so lange gedauert hat, können wir auch heute noch nicht nachvollziehen“, sagte Marianne Facklam gestern. Ihr Dank geht vor allem an das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, das der Gemeinde geholfen habe, die Fördermittel zu beschaffen. Mehr als ein Drittel des drei Millionen Euro teuren Neubaus kommt aus Fördertöpfen.

Der neue Kindergarten sei die bisher größte Investition der Gemeinde neben dem Gemeindehaus und einer Mehrzweckhalle, so die Bürgermeisterin. Als einen Grund für die enormen Bauverzögerungen nannte sie „Gutachten über Gutachten“. Es habe mehrere Lärmschutz- und Erschütterungsprüfungen gegeben, da der Kindergarten in der Nähe von Bahnschienen gebaut wird. So müsse ein sieben Meter hoher Wall zwischen Bahnschiene und Kita errichtet werden, um Erschütterungen, Lärm aber auch den Emissionen der Bahn entgegenzuwirken.

Die neue Einrichtung bietet 109 Betreuungsplätze für Krippe und Kita, das sind 25 mehr als bisher. „Die Warteliste ist lang“, sagt Kitaleiterin Heidi Runow. „Es musste was passieren.“ Viel länger hätte man den Erziehern diese erschwerten Bedingungen nicht mehr zutrauen dürfen. „Die Einrichtung ist einfach nicht mehr zeitgerecht, wenn man weiterhin gute pädagogische Arbeit leisten will.“ Das jetzige Kita-Gebäude sei bereits über 150 Jahre alt und habe unter anderem als Schule gedient. Wie Horterzieher Karsten Gröning sagt, würde das Gebäude auch nur noch knapp den Auflagen des Brandschutzes gerecht werden.

Die Kinder nahmen gestern ihr Bauland nicht nur mit dem obligatorischen symbolischen Spatenstich in Besitz, sie brachten auch ihren geschmückten Weihnachtsbaum mit. Er hängt dieses Jahr voller bemalter Zettel mit Wünschen für die neue Kita. Ganz oben auf ihrer Wunschliste: ein Spielplatz, eine Werkstatt, eine Kinderküche, ein Verkehrsgarten und eine Theaterbühne.

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