Jugendwaldheim Dümmer : Kinder bauen sich ihr Forsthaus

Die Gadebuscher Zweitklässler in Bastellaune: Forstinspektorin Isabelle Rupsch, Petra Kindt vom Jugendwaldheim und Lehrerin   Jana Korff (v.l.) geben Hilfestellungen.
Die Gadebuscher Zweitklässler in Bastellaune: Forstinspektorin Isabelle Rupsch, Petra Kindt vom Jugendwaldheim und Lehrerin Jana Korff (v.l.) geben Hilfestellungen.

Adventsprojekt des Jugendwaldheims Dümmer rückt den Wald und den Naturschutz in den Mittelpunkt / Sonntag großes Markttreiben

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05. Dezember 2017, 23:34 Uhr

Das alte Forsthaus von Dümmer platzt in der Adventszeit wieder aus allen Nähten: Kinder hämmern, kleben, stanzen, basteln – und lernen an sechs Stationen viele Dingen über den Wald und den Schutz der Natur. „Mit ganz einfachen Dingen werden die Kinder hier angeregt, sich mit den Umweltthemen zu befassen“, lobt Jana Korff von der Heinrich-Heine-Schule aus Gadebusch. Die Grundschullehrerin hat gleich zwei zweite Klassen für das alljährliche Adventsprojekt des Jugendwaldheims Dümmer angemeldet und gestern fast 50 Kinder mitgebracht. „Wir sind hier Stammgäste, haben uns aber auch rechtzeitig angemeldet“, fügt Korff an. Denn ohne Anmeldung geht es nicht. Petra Kindt vom Jugendwaldheim Dümmer und ihrer Mitstreiter vom Forstamt Radelübbe öffnen das Forsthaus im Advent zwar fast täglich und begrüßen insgesamt etwa 1000 Kinder aus Westmecklenburg, aber schon jetzt sind für das kommende Jahr die meisten Termine vergeben.

In diesem Jahr heißt das Motto „Weihnachten im Forsthaus – Weihnachten wird einfach schön“. „Die Betonung liegt dabei auf einfach“, sagt Petra Kindt. Holz und andere Materialien aus dem Wald aber auch alte Verpackungen und Haushaltshilfen liegen bereit, damit jedes Kinder ein kleines Forsthaus bauen und verzieren kann. So wird aus einer alten Eierpackung ein kleiner Lichterbaum, der Weihnachtstern für den Giebel besteht aus Bienenwachs, der Schnee auf dem Dach ist eigentlich Watte. Und selbst für Tetrapacks und alte Zeitungen gibt es Verwendung: Die werden zu Kerzenhaltern und Geschenkpapier. „Wir wollen, dass die Kinder von hier etwas mitnehmen“, betont Petra Kindt. Und das ist mehr als das selbst gebaute Forsthaus. Wichtig ist Petra Kindt zudem, dass nicht nur das Motto von Jahr zu Jahr wechselt, sondern dass auch neue Stationen und aktuelle Themen angeboten werden. „Dieses Mal ist das die Bienenstube“, fügt die Jugendwaldheim-Chefin hinzu. Imker aus der Region stellten einen alten Korb, Schutzanzug, Wachs, Honig und mehr zur Verfügung, auf Informationstafeln sehen die Kinder, welche Pflanzen und Gartenblumen die Honigsammler besonders gern haben.

Dass alle Stationen eng miteinander verbunden sind, merken die Kinder schnell, der Honig beispielsweise taucht gleich wieder in der Backstube auf.

Am kommenden Sonntag, 10. Dezember, wird es außerdem richtig voll auf dem alten Forsthof von Dümmer. Das Forstamt Radelübbe lädt zum großen Adventsmarkt in das Dorf ein. Zwischen 10 und 16 Uhr gibt es nicht nur Weihnachtsbäume frisch aus dem heimischen Wald und Wildprodukte aus der Region. Kunsthandwerker und Händler runden das Markttreiben in und an der Forstscheune ab. Das Team vom Jugendwaldheim betreut einen Bastelstand. Da beim Adventsmarkt mit viel Autoverkehr gerechnet wird, ist die Straße zum Forsthof nur in diese Richtung offen. Der Abreiseverkehr wird über eine Waldschneise gleitet.

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