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Schwerin : Kind in Park vergewaltigt: Mann nach einem Jahr festgenommen

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Nach dem Verbrechen in einem Schwerier Park sucht die Polizei mit großem Aufwand ein Jahr lang nach dem Täter. Auch im Fernsehen wird der Fall ausgestrahlt. Letztlich bringt ein DNA-Test den Durchbruch.

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2017 | 14:27 Uhr

Erleichterung in Schwerin: Mehr als ein Jahr nach der Vergewaltigung eines elfjährigen Jungen in einem Park in Schwerin ist ein 41 Jahre alter Verdächtiger festgenommen worden. Das Amtsgericht Schwerin erließ am Mittwoch Haftbefehl, wie die Staatsanwaltschaft Schwerin mitteilte.

Der Mann soll den Jungen am 15. Dezember 2015 morgens auf dem Weg zur Schule in der Innenstadt angesprochen und in den Schlossgarten gelockt haben. Dabei habe er sich als Polizist ausgegeben, der einen Drogentest durchführen wolle. Auf einem Spielplatz soll er den Jungen dann unter Anwendung von Drohungen und körperlicher Gewalt schwer sexuell missbraucht haben.

Auf die Spur des Mannes kamen die Fahnder den Angaben zufolge über einen DNA-Massentest. Nach der Auswertung von Mobilfunkdaten, die am Tattag gesichert worden waren, bat die Polizei eine größere Zahl Schweriner Männer um Abgabe einer DNA-Probe, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft berichtete. Eine habe mit Spuren vom Tatort übereingestimmt.

Die Kriminalpolizei Schwerin hatte eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Fall betraut. Er war auch in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ bundesweit ausgestrahlt worden. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) würdigte die „akribische Ermittlungsarbeit“ der Beamten. Die Überführung des Verdächtigen dank einer DNA-Spur zeige die Wirksamkeit dieses Ermittlungsinstrumentes, sagte er.

Seit Bestehen der DNA-Analyse-Datei 1998 wurden Caffier zufolge in Mecklenburg-Vorpommern 2816 Treffer registriert. Allein im vergangenen Jahr seien es bis Mitte Dezember 237 Treffer gewesen, im Gesamtjahr davor 344. Der Minister sprach sich für eine Ausweitung der DNA-Untersuchung auf äußere Merkmale einer Person - wie Haar- und Augenfarbe - aus. Dies ist bisher nicht erlaubt.

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