Zulassungsstelle im Stadthaus von Schwerin : Kfz-Schilder zogen mit um

Zwei der drei Schilder-Hersteller aus Schwerin-Süd folgten der Zulassungsstelle übergangsweise in die Paulsstadt.
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Zwei der drei Schilder-Hersteller aus Schwerin-Süd folgten der Zulassungsstelle übergangsweise in die Paulsstadt.

Firmen bieten Service am vorübergehenden Sitz an

svz.de von
26. Mai 2017, 16:00 Uhr

Der Wind weht über den leeren Parkplatz in der Otto-Hahn-Straße. Dort, wo früher Autos zugelassen und Kennzeichen gekauft werden konnten, herrscht jetzt tote Hose. Die Rollos an den Containern der Schilder-Verkäufer sind heruntergelassen, die Türen und Fenster der Zulassungsstelle sind dicht. Einzig Andreas Scharfschwerdt und seine Kollegen vom Bürgerservice des Landkreises Ludwigslust-Parchim haben hier noch ihr Büro. „Seit die Zulassungsstelle weg ist, verirrt sich nur selten jemand hierher“, sagt der Bürgerservice-Chef. Vor vier Wochen zog die Zulassungsstelle ins Stadthaus. Und mit ihr die Schilder-Verkäufer.

Übergangsweise und provisorisch haben Udo Sperling und Klaus-Peter Zitzow ihren Sitz jetzt am Stadthaus. Die beiden Kennzeichen-Hersteller sind von der Zulassungsstelle abhängig – und mussten ihr zwangsweise zum Packhof folgen. Sperling hat den Pausenraum eines Versicherungsmaklers angemietet, Zitzow von der Schweriner Firma ARS ist in einem Keller untergekommen. Sperling, seit 1991 als Schilder-Hersteller in der Stadt aktiv, hat schon einige Umzüge hinter sich. „Nachdem feststand, dass die Zulassungsstelle ins Stadthaus zieht, haben wir uns sofort nach Räumen in der Nähe umgeschaut“, erklärt der Schweriner. Das sei jedoch keine Lösung auf Dauer: „Falls die Zulassungsstelle wieder nach Süd zurückkehrt, ziehen wir mit um.“ Denn von der Nähe zur Zulassungsstelle leben die Kennzeichenmacher.

Sein Kollege Zitzow von der Firma ARS pflichtet Sperling bei: „Die aktuelle Situation ist nicht gut. Nicht nur für uns, sondern auch für die Kunden. Viele verzichten auf den Weg nach Schwerin und fahren stattdessen nach Parchim oder Ludwigslust. Das merken wir natürlich.“ Genau wie Konkurrent Sperling haben sich die ARS-Mitarbeiter für den Umzug entschieden. „In der Otto-Hahn-Straße waren wir zu dritt. Der andere Anbieter sitzt die Übergangszeit aus“, sagt Zitzow.

Eine Rückkehr nach Süd scheint für die Zulassungsstelle wahrscheinlich, möglicherweise ins alte Briefzentrum der Post. Landkreis-Pressesprecher Andreas Bonin wollte sich dazu nicht direkt äußern. „Wir sind um eine Lösung bemüht. Wir führen Gespräche“, erklärt Bonin.

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