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Schweriner Einkaufspassage : Keplerpassage lebt und feiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Einkaufszentrum im Mueßer Holz vor 20 Jahren eröffnet, aber nur wenige Mieter blieben – doch die sehen optimistisch in die Zukunft

von
erstellt am 09.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Als vor 20 Jahren – am 11. März – die Keplerpassage, das Einkaufszentrum an der Hamburger Allee, eröffnet wurde, verbanden Mieter und Bewohner des Mueßer Holzes damit große Hoffnungen auf eine Belebung des Stadtteils. Die 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche war damals komplett belegt. Doch die meisten der Ladeninhaber von einst haben mittlerweile aufgegeben. Nicht jedoch die Regenbogenapotheke.

Inhaberin Helga Braun erläutert, warum sie den Standort für lebensfähig hält: „Hier steckt mein Herzblut drin. Ich habe diese Apotheke aufgebaut und in den vergangenen 20 Jahren viel durchgemacht. Dennoch bin ich sehr zufrieden“, sagt Helga Braun. „Der Standort ist sicher nicht einfach. Hier muss man Herz haben. Aber es macht Spaß. Wir haben viele Stammkunden“, sagt die studierte Diplom-Pharmazeutin. Sie bedauere sehr, dass in den vergangenen Jahren so viele Mieter aus der Passage weggezogen sind. „Allein der große Supermarkt hat viermal den Betreiber gewechselt“, erzählt sie. Sie erinnere sich noch gut an die Zoohandlung, den Dessous-Laden, Ärzte, Zahnärzte, das Fitness-Studio und viele andere. Selbst eine Bowling-Bahn im Rohbau gäbe es in dem großen Gebäude.

Jetzt sei es aber wichtig, nach vorne zu schauen, betont die erfolgreiche Geschäftsfrau, die mittlerweile 15 Angestellte beschäftigt. Die Bedingungen seien nicht schlecht, sagt sie. Der neue Eigentümer der Immobilie, die FIM Unternehmensgruppe, die sie vor einem Jahr erworben hat, habe fest zugesagt, den Standort entwickeln zu wollen. „Kaufland“ bleibe auf jeden Fall, habe er versichert. Und als neuer größerer Mieter solle Kick kommen. „Und dann muss endlich die alte Getränkehalle vor dem Eingang weggerissen werden. Wir brauchen Parkplätze, die leicht zu erreichen sind“, sagt Helga Braun. Außerdem würden dann die Kundenströme wieder in die Shopping Mall verlagert.

„Und dann ich wünsche mir, dass endlich die Sackgassensituation für das Mueßer Holz aufhört. Wir brauchen den Durchstich nach Consrade. Da fehlen keine 100 Meter Straße. Das kann doch nicht so kompliziert sein“, sagt Helga Braun. Das würde dem ganzen Stadtteil helfen. „Das Wichtigste aber ist, dass die Leute hier wohnen bleiben. Dazu müssen die Vorurteile weg“, fordert die Apothekerin. Dazu könne jeder beitragen. Sie selbst sei zum Beispiel viel im Stadtteil unterwegs, halte Vorträge etwa in Seniorenheimen oder Nachbarschaftstreffs und spiele auch mal den Weihnachtsmann, erzählt sie.

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