geschäfte und Parkplatz dicht : Kepler-Passage vor dem Aus?

Steine des Anstoßes: Diese Betonplatten versperren die Zufahrt zum Parkplatz.
Steine des Anstoßes: Diese Betonplatten versperren die Zufahrt zum Parkplatz.

Dem Einkaufszentrum im Mueßer Holz laufen die Gewerbetreibenden weg – Grund sollen fehlende Parkplätze sein

svz.de von
27. März 2014, 23:56 Uhr

Gibt es eine Zukunft für die Kepler-Passage? Die Situation ist dramatisch: Das Zoo-Fachgeschäft – geschlossen, ein Sportstudio – geschlossen, eine Textil-Handelskette – ausgezogen, ein Second-Hand-Laden – aufgegeben. Der Schuster verzeichnet einen Gewinneinbruch von 30 Prozent und Kaufland kämpft mit sinkenden Kundenzahlen. „Die Kepler-Passage ist das wichtigste Objekt im Stadtteil“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Georg-Christian Riedel. Er hatte eingeladen, um „Anstöße zu geben für positive Entwicklungen.“

Knackpunkt ist nach Ansicht des Ortsbeirates, der Mieter und von Anwohnern die Parkplatzsituation. Denn seit Dezember ist der Parkplatz des benachbarten Getränkemarktes geschlossen. Den hat die Eigentümerin, die inzwischen privatisierte TLG, mit Betonelementen blockiert. Und ähnliches droht auch der Zufahrt zur Tiefgarage. Ein Teil davon gehört ebenfalls der TLG. Die war zur Beiratssitzung eingeladen, aber nicht gekommen. Per Brief hatte sie gedroht, die Zufahrt zur Garage zu sperren. Das würde die Situation weiter verschärfen, hieß es von Anwohnern und Gewerbetreibenden.

Betreut wird die Kepler-Passage im Auftrag eines geschlossenen Fonds von der berlinovo Immobiliengesellschaft – und die will so schnell wie möglich verkaufen. Allgemeine Forderung auf der Ortsbeiratssitzung: Die berlinovo und die TLG müssten trotzdem schnell eine Lösung des Parkplatzproblems finden. Wirtschaftsförderer Volker Künze von der Stadtverwaltung bot an, zu vermitteln.

Die von den Gästen der Sitzung gemachten Vorschläge werden allerdings nicht umsetzbar sein. Die Stadt solle für 450 000 Euro den Getränkemarkt inklusive Parkplatz kaufen, abreißen und zusätzliche Stellplätze schaffen – nicht bezahlbar, sagte Künze. Eine weitere Idee: Die Beton-Barrieren könnten von der Stadt sofort weggeräumt und die Grundstücksverhältnisse später geklärt werden – das wäre Hausfriedensbruch. Und die Anpachtung des Parkplatzes durch die berlinovo ist mit Blick auf einen Verkauf der Passage zu teuer.

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