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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 17:52 Uhr

Wittenförden : Keine Angst vor der Blutspende

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Egal ob Erstspender oder „alter Hase“: Die Experten des DRK sorgen für Rundum-Betreuung / Junge Spender fehlen

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Kurz vor 17 Uhr am Freitagnachmittag im Wittenfördener Gemeindehaus: Schwester Petra Oldenburg vom DRK-Blutspendedienst Schwerin legt Monika Lilja einen Zugang, damit das Blut ungehindert in den Spendenbeutel fließen kann. Entspannt liegt die 63-Jährige auf der Liege. „Ich spende das vierte Mal. Ich bin durch meine Krankenkasse zum Blutspenden gekommen“, erklärt die Wittenfördenerin, während sich der Konservenbeutel weiter füllt. Monika Lilja spendet Blut der Gruppe B negativ. Sehr selten, denn nur zwei Prozent der Bevölkerung haben diese Blutgruppe.

Petra Oldenburg sitzt direkt neben ihr, kontrolliert den Ablauf und dass es der Spenderin gut geht. Seit 2001 ist sie beim DRK tätig. Sie hat mit Kollegen bereits viele Blutspendentermine in der Region besetzt. In Wittenförden ist sie gemeinsam mit Kollege Torsten Barz an den Liegen, um das Blut abzunehmen. „Wir nehmen 500 Milliliter ab. Das kann der Körper gut kompensieren. Wichtig ist, dass man vor der Spende genügend trinken und essen sollte“, so die erfahrene DRK-Mitarbeiterin.

Die Spendenbereitschaft in diesem Jahr sei bis jetzt gleichbleibend wie im Jahr zu vor. Aber: „Die Gruppe 18 bis 35 Jahren fehlt uns“, so Silke Hufen, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK. Denn die älteren Spender können diese fehlende Gruppe nicht kompensieren. Laut Statistik werden die Blutspenden am häufigsten für Krebspatienten verwendet, noch vor Unfallopfern. Rund 450 Präparate werden am Tag in Mecklenburg-Vorpommern verbraucht. „Blutspenden werden also immer benötigt, die Blutgruppe Null negativ wird als Universalblut bezeichnet, weil dieses Blut zur Not bei jedem Patienten verwendet werden kann“, so die Referentin.

Knapp zehn Minuten sind vergangen. Mittlerweile liegt Petra Freitag auf der Nachbarliege neben Monika Lilja und lässt sich Blut abnehmen. Den kurzen Gesundheitscheck bei Ärztin Olga Polovneva hat sie passiert. Petra Freitag spendet bereits zum 33. Mal. Für sie stellt das kein Problem dar. Wenn sie es einrichten kann, nutzt sie die Termine in ihrem Heimatdorf. „Es kann eben jederzeit passieren, dass man selbst eine Blutkonserve braucht“, so die Wittenfördenerin. Auch ihr Mann habe solch eine Hilfe nach einem Unfall einmal gebraucht. Nach der Spende bleibt sie noch ein paar Minuten liegen, dann geht es zur Stärkung der Kräfte zum kleinen Imbiss.

Dieser hilft auch Redakteuren wieder auf die Sprünge. Denn: Ja, nach einer Blutspende kann man durchaus Kreislaufprobleme bekommen. Aber nein, das ist kein Drama, denn bei den Experten vom Deutschen Roten Kreuz ist der Spender in den besten Händen. Sie versorgen einen so lange, bis man wieder fit ist.

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