Schwerin : Kein Geld: Schlachtermarkt wird nicht saniert

Regelmäßig Ort für Touristen-Führungen: Der Schlachtermarkt kann jedoch vorerst nicht erneuert werden, weil das Geld fehlt.
Regelmäßig Ort für Touristen-Führungen: Der Schlachtermarkt kann jedoch vorerst nicht erneuert werden, weil das Geld fehlt.

Vom Land gibt es keine Fördermittel für den Schlachtermarkt der Landeshauptstadt. Die geplante Sanierung der Fläche am Schweriner Rathaus liegt somit auf Eis.

von
18. September 2012, 10:01 Uhr

Altstadt | Die erhoffte Aufwertung des Schlachtermarktes zu einem attraktiven Ort für Schweriner und Touristen, saniert und künftig autofrei, wie es die Stadtpolitiker schon seit 2010 fordern, liegt auf Eis. Der Schlachtermarkt ist nicht im Sanierungsprogramm "Stadterneuerung und Stadtumbau 2010 bis 2012" enthalten, da der Platz derzeit nicht in einem vom Land anerkannten Fördergebiet der Städtebauförderung liegt und somit entsprechende Förderungsmittel nicht eingesetzt werden können. Um die Fördervoraussetzungen zu schaffen, hat die Stadt Vorplanungen zu einem Fördergebiet "Mittlere Altstadt" durchgeführt. Der Vorstoß der Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, beim Land eine Erweiterung des Sanierungsgebietes auf den Schlachtermarkt zu erreichen, ist jetzt abgelehnt worden.

Aus Sicht des Bauministeriums sei "die Festlegung eines Sanierungsgebietes nicht gerechtfertigt", informierte die OB. Das Land hatte dafür angeregt, für den Schlachtermarkt eine Aufnahme in das Landesprogramm als städtebaulich bedeutende Einzelmaßnahme in Betracht zu ziehen. Das ist aus Sicht der Verwaltung ungeeignet, "da dies u. a. voraussetzt, dass die Landeshauptstadt Schwerin mit eigenen Haushaltsmitteln eine Entwurfs- und anschließende Genehmigungsplanung mit detaillierterKostenschätzung für die notwendige Erhebung von Anliegerbeiträgen vorlegen muss", so die Oberbürgermeisterin. "Dies ist nach der derzeitigen Haushaltslage nicht möglich." Die Sanierung ist daher auf unbestimmte Zeit verschoben. Erstaunlich ist dabei jedoch, dass Gramkow noch vor wenigen Tagen beim Online-Chat zum Tourismuskonzept der Stadt die Sanierung des Schlachtermarktes als eines ihrer vordringlichsten Ziele gegenüber den Bürgern angegeben hatte. Zu dem Zeitpunkt wusste sie bereits, dass es kein Fördergeld vom Land gibt. Warum weckt die Verwaltungschefin dennoch Hoffnungen?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen