Zu wenig Schneeschutz? : Kaum Schneezäune an den Kreisstraßen zwischen Schweriner und Plauer See

Die Consrader Straßenmeister vom Land  stellten  zwischen Banzkow und Warin an sieben Kilometern Straße Schneezäune auf.
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Die Consrader Straßenmeister vom Land stellten zwischen Banzkow und Warin an sieben Kilometern Straße Schneezäune auf.

Viele Anwohner sind besorgt: Während an der Autobahn und an Landstraße bereits jetzt Schneezäune aufgestellt werden, fehlen diese oftmals in der Region rund um Schwerin.

svz.de von
26. Dezember 2013, 23:36 Uhr

An der Autobahn 14 bei Cambs stehen sie, an der B 104 bei Rampe und auch an der Landesstraße bei Leezen. An den meisten Kreisstraßen der Region Ostufer Schweriner See sind Schneezäune jedoch nicht zu entdecken. Nur auf einer Länge von insgesamt 3,2 Kilometer sind diese Helfer gegen winterliche Unbilden an der Kreisstraße zwischen dem Schweriner und dem Plauer See zu finden. Und davon die meisten in den Regionen Plau am See und Lübz. Das fiel besorgten Anwohnern auf. Sie fragen in unserer Redaktion nach, warum hier augenscheinlich so unterschiedlich Vorsorge betrieben wird. „Wir stellen Schneezäune nur dort auf, wo die Topographie es erfordert“, sagt Hans-Georg Zwang. Er leitet den Fachdienst Straßen- und Tiefbau beim Landkreis Ludwigslust-Parchim. Damit sind ihm die Kreisstraßenmeistereien Parchim, Hagenow und Ludwigslust unterstellt. Und auf die Erfahrungen dieser Fachleute vor Ort kommt es an, betont Zwang. „Sie wissen genau, wo es zu Verwehungen kommen kann.“ Denn jeden Winter werde genau beobachtet, wo es nach starkem Schneefall und kräftigem Wind beim Räumen der Kreisstraßen Probleme gibt. Nur dort lässt der Landkreis Schneezäune aufstellen. Die vom Leser geäußerte Vermutung, dass der Kreis nur sparen will und es dadurch nicht so sicher auf den Kreisstraße ist, weist Kreissprecher Andreas Bonin zurück. „An der Sicherheit werden keine Abstriche gemacht.“ Besonders die Einwohner von Retgendorf und Flessenow hoffen, dass diese Vorsorge ausreicht. Denn von jahrelanger Erfahrung kann an der neu geschaffenen Kreisstraße von der B 104 zu ihren Dörfern nicht die Rede sein. Als im Frühjahr dieses Jahres der Winter nochmals zurückkehrte, gab es genau hier starke Behinderungen.

Zudem muss in diesem Jahr der Winterdienst erstmals in der neuen Organisationsstruktur bewältigt werden: Im Herbst wurden die zuvor eigenständigen Kreisstraßemeistereien für die Regionen Crivitz/Sternberg, Parchim und Lübz/Plau am See zusammengeführt. Geleitet wird die große Kreisstraßenmeisterei von Andreas Adler von Parchim aus. „Die Arbeit wird aber weiterhin vor Ort in den Außenstellen geleistet“, so Zwang.

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