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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 14:16 Uhr

Neumühler Strasse : Kaum Autos: Verkehr rollt bestens

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Baugebiet am Mühlenscharrn benötigt keine veränderte Vorfahrtsregelung an der Neumühler Straße, haben Fahrzeugzählungen gezeigt

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Manchmal bewahrheiten sich Befürchtungen auch nicht: Als die Stadtvertreter im Buga-Jahr 2009 das Wohngebiet Mühlenscharrn auf den Weg brachten, gab es große Bedenken, ob die kleine Neumühler Straße dem zu erwartenden Anwohnerverkehr gewachsen ist. Vorsorglich beauftragten deshalb damals die Kommunalpolitiker die Stadtverwaltung, die Verkehrsentwicklung am Knotenpunkt Neumühler Straße, Zufahrt Kassenärztliche Vereinigung im Blick zu behalten. Jetzt ist es amtlich: Es gibt keine Verkehrsbelastung, kein zweiter Kreisverkehr oder ähnliches ist nötig.

Dabei hat die an der Zufahrt zur Kassenärztliche Vereinigung installierte Ampel in Schwerin schon so etwas wie eine Tradition: Installiert wurde sie ursprünglich für das geplante „Medicom“-Zentrum, das über eine Tiefgarage hinaus kaum wachsen konnte. Und auch die ist längst Geschichte. Die Ampelanlage ging daher nie in den Dauerbetrieb. Inzwischen fordert eine Bürgerinitiative aus Görries, dass die unbenötigte Ampel aus Neumühle in der Rogahner Straße aufgebaut wird.

Dabei waren die Stadtvertreter vor sechs Jahren sogar noch davon ausgegangen, dass die künftigen Anwohner vom „Mühlenscharrn“ so intensiv in das Neubaugebiet ein- und ausfahren, dass „gegebenenfalls über die Einrichtung eines Kreisverkehrs und ein dementsprechendes Änderungsverfahren zum Bebauungsplan beraten“ werden müsste. Schon 2012 sollte darüber abschließend befunden werden. Da jedoch die Bauarbeiten an neuen Wohnhäusern weiter gingen, gab es erst jetzt ein abschließendes Urteil.

Das fußt vor allem auf Verkehrszählungen, die es zwischen Juni 2009 und September 2015 in regelmäßigen Abständen gegeben hat. Diese Zahlen zeigen, dass noch nicht einmal die niedrigeren Prognosewerte erreicht wurden. Trotz fortschreitendem Zuzug im „Mühlenscharrn“ ist sogar ein leichter Rückgang der Verkehrsbelegung innerhalb der vergangenen Jahre festzustellen. Da das Wohngebiet nun so gut wie fertig ist – am Hänflingsweg und Wachtelweg steht nur noch eine einstellige Zahl an Grundstücken frei, die für Einfamilienhäuser vorgesehenen sind –, dürfte sich an diesen Zahlen auch kaum mehr etwas ändern.

Das Fazit der Verwaltung: „Angesichts der ermittelten Werte besteht weder die Notwendigkeit für die Wiederinbetriebnahme der Lichtsignalanlage noch für einen weiteren Kreisverkehr an der Neumühler Straße“, teilte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow den Stadtvertretern mit. „Mit seiner derzeitigen Ausgestaltung kann der Knoten die Kfz-Verkehrsmengen ausreichend leistungsfähig abwickeln.“

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