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Neuer Parcours für Sportler : Kaufhalle wird zum Skater-Paradies

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verein „Power for kids“ will in der Hegelstraße auf 1500 Quadratmetern einen Parcours für Sportler auf Rädern und Rollen schaffen

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Sie sprühen vor Tatkraft und Zielstrebigkeit: Stefan Pierstorf, Jan Beierlein, Christian Kort, Patrick Peters und die anderen Biker und Skater vom Verein „Power for kids“. Denn sie haben ein Ziel vor den Augen. Sie wollen in der ehemaligen Kaufhalle in der Hegelstraße ein Paradies für Sportler auf Rädern und Rollen schaffen. 1500 Quadratmeter Fläche für ihren Sport, dazu Räume für Gastronomie, Entspannung, Kommunikation, Reparaturen, für die Ausleihe von Sportgeräten und natürlich für einen Sanitärtrakt – die Halle bietet für die Hobby-Sportler alles, was das Herz begehrt. „In Hamburg, Stralsund und anderen Städten gibt es solche Modelle“, sagt Stefan Pierstorf. „Das wird in Schwerin auch funktionieren“, ist er sich sicher. Die Nachfrage sei jedenfalls groß, versichert Jan Beierlein. „Schon jetzt ist es so, dass auf unsere Sommerbahn im Biker-Park Fans aus ganz Norddeutschland, also auch aus Hamburg und Bremen kommen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Doch mit einer Idee und Enthusiasmus allein ist so ein Projekt nicht realisierbar. Wohl aber mit einem starken Verein und seriösen, belastbaren Konzeptionen. Und die hat der Verein „Power for kids“ zu bieten.

Die Stadt wollte die leer stehende Kaufhalle dem Verein zunächst für drei Jahre überlassen und dann abreißen. „Das hätte uns aber gar nichts gebracht“, erklärt Pierstorf. „Wir können nur investieren und umbauen, wenn uns die Halle gehört“. Also sei durch den Verein ein Finanzierungsmodell gefunden worden. „Der Kaufantrag ist bereits gestellt, wir haben vom Ortsbeirat und vom Stadtsportbund grünes Licht und Unterstützung zugesagt bekommen“, berichtet Beierlein. Ist der Kauf vollzogen, kann bei einem Kreditinstitut ein Darlehen aufgenommen und mit dem Umbau begonnen werden. „Geplant ist ein neuer Fußbodenbelag, auf dem zwei Parcours mit mehr als einem Dutzend Hindernissen, also Rampen, Stufen, Stangen und so weiter, aufgebaut werden“, erläutert Beierlein. Genutzt werden kann die Bahn von allen, die auf Rollen unterwegs sind – von Inline Skatern und Rollschuhläufern, Bikern und BMX-Fahrern, Skateboardern und selbst von Rollstuhlfahrern, denn die Halle wird behindertengerecht ausgebaut. „Vereinsmitglieder haben natürlich finanzielle Vorteile bei den Nutzungsgebühren, aber kommen kann jeder, der mag“, betont der Vize-Vereinschef. „Vernünftige Ausrüstung und Akzeptanz der Nutzungsbestimmungen vorausgesetzt“, ergänzt Pierstorf. Sind Kaufvertrag und Darlehensvertrag unterschrieben, soll innerhalb von drei Monaten der Umbau soweit vollzogen sein, dass das Skater- und Bikerparadies nutzbar ist. Danach sollen schrittweise das Äußere des Gebäudes und die Außenanlagen in Ordnung gebracht werden. An Elan dafür fehlt es den jungen Leuten nicht.

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