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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 01:49 Uhr

Schweriner Kioske : Kartoffelsalat, Eis und mehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kiosk statt Discounter – Schweriner setzen auf Tradition: In „Kati’s Einkaufseck“ gibt es alles – von A wie Apfelsaft bis Z wie Zucker

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Tante-Emma-Laden, Büdchen um die Ecke oder einfach nur Kiosk – für kleine Läden gibt es viele Namen. Früher prägten die kleinen Verkaufsstellen vielerorts das Stadtbild, heute gibt es nicht mehr viele davon. In der Landeshauptstadt führen aber einige Verkäufer die Tradition der Kioske fort. Heute erzählt Kati Kiekbusch von „Kati’s Einkaufseck“ über die persönliche Bindung zu ihren Kunden und den Schwierigkeiten als Inhaberin eines Tante-Emma-Ladens.

Mit Gefühl rührt Kati Kiekbusch ihren selbst gemachten Kartoffelsalat um. „Das ist meine Spezialität, der ist berühmt berüchtigt“, erzählt die Inhaberin von „Kati’s Einkaufseck“. Seit drei Jahren gehört der Schwerinerin der Kiosk in der Joseph-Haydn-Straße. Vorher hatte sie dort vier Jahre lang als Verkäuferin gearbeitet. Als der Laden dann geschlossen werden sollte, flehten viele Kunden die 47-Jährige an. „Besonders ältere Kunden haben mich gebeten, das Geschäft doch weiterzuführen“, sagt die Schwerinerin.

Nach einigen schlafenlosen Nächten und Gesprächen mit ihrer Familie entschloss sich die Verkäuferin dann, in die Selbstständigkeit zu wechseln. „Mir war von Anfang an klar, dass ich damit nicht reich werde. Darum geht es mir aber gar nicht“, erklärt Kiekbusch. Viel mehr seien ihr die persönlichen Gespräche wichtig. „Gerade ältere Kunden erzählen gerne, wie es früher war. Die sind dann auch froh, wenn ihnen jemand Gehör schenkt.“

Das Publikum im Einkaufseck besteht jedoch nicht nur aus älteren, sondern auch aus jungen Käufern. Statt Alltäglichem wie Butter oder Haushaltswaren steht bei Kindern und Jugendlichen Eis ganz oben auf dem Einkaufszettel – und natürlich auch der Kartoffelsalat. „Von einer Gruppe von Kindern habe ich sogar einen Orden bekommen. Ihnen hat der Salat so gut geschmeckt, dass sie mich kurzerhand zur Kartoffelsalat-Königin gekürt haben“, erzählt Kiekbusch.

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