Sülte : Kartoffelanbauer helfen mit Wasser nach

Sehr genau begutachtet  Landwirt Steffen Schwedt mit der Blattmasse der Kartoffeln auf dem Acker bei Boldela.
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Sehr genau begutachtet Landwirt Steffen Schwedt mit der Blattmasse der Kartoffeln auf dem Acker bei Boldela.

Arbeit für die Juni-Ernte: Auf 110 Hektar haben die Sülter Knollen gepflanzt und setzen nun auf Beregnung

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13. Mai 2018, 05:00 Uhr

Sie leuchten in einem satten grün, die Blätter von Annabelle, Leyla und Glorietta. Noch vor wenigen Tagen waren die ersten Vorboten der neuen Kartoffeln unter einem weißen Vließ versteckt. Auf gut acht Hektar Ackerfläche wurde der Schutz ausgerollt und anschließend gut befestigt. Jetzt kommt die „Bettdecke“ für die Frühkartoffeln wieder in die Halle. „Wir warten immer die Eisheiligen ab. Da aber kein Frost mehr in Sicht ist, kann das Vließ runter“, erklärt Steffen Schwedt von der Kartoffelhalle Sülte. Insgesamt baut das Unternehmen in diesem Jahr auf 110 Hektar Kartoffeln – 80 Prozent Speise- und 20 Prozent Stärkekartoffeln. Vom 4. bis 6. April kamen die Pflanzkartoffeln in die Erde, mittlerweile haben sich erste kleine Sproßausläufer gebildet – sogenannte Stolonen. Diese verdicken bei der Kartoffelpflanze an den Enden zu Stärke speichernden Knollen: Das ist die Kartoffel. Doch bis diese erntereif sind, müssen sich Steffen Schwedt und seine Mitarbeiter noch gedulden. „Ende Juni werden wir die ersten Speisekartoffeln ernten können“, erklärt Schwedt. Das Wetter habe bislang gut mitgespielt. „Wir müssen nun aber nachjustieren, denn es ist an den Wurzeln viel zu trocken“, erklärt der Landwirt und legt eine Pflanze frei. Die Sandkörner rieseln von den Wurzeln. „Wir brauchen dringend Wasser“, gibt er an seinen Kompagnon Stefan Riemer weiter. Riemer ist bei der Agp-Lübesse zuständig für den Ackerbau. Auf den angrenzenden Getreidefeldern drehen die Beregnungsanlagen bereits ihre Runden. Der leichte Boden speichere kaum Wasser – deshalb müsse jetzt dringend beregnet werden.

Und bestenfalls gibt es in wenigen Wochen reichlich Knollen in der Erde, die dann auch im Hofladen zu erwerben sind. „Aus einer Pflanzkartoffeln ernten wir bis zu 25 Kartoffeln“, sagt Steffen Schwedt. Gepflanzt wurden 42 000, allein auf einem Hektar. Der Landwirt freut sich bereits jetzt auf die Sorte Glorietta: „Die hat das beste Aroma.“

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