Entdeckungen : Karten, Schilder, Briefe

Entdeckt unter einer Holzbalkendecke: das Schild aus dem Besitz von Wolfgang Breuing
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Entdeckt unter einer Holzbalkendecke: das Schild aus dem Besitz von Wolfgang Breuing

Verborgene Schätze: SVZ-Leser zeigen ihre Kostbarkeiten

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27. September 2015, 09:00 Uhr

Hans-Otto Blohm ist Sammler aus Leidenschaft. Zinnfiguren, Bleisoldaten und andere Raritäten hat der 81-jährige Schweriner zusammengetragen. Sein größter Stolz: eine Sammlung Jahrhunderte alter Landkarten. „Ich habe die Karten von einem alten Schweriner bekommen und sie dann auf Leinen ziehen lassen“, sagt Blohm, der sich auf unsere Aktion „Verborgene Schätze“ gemeldet hat. Nicht nur die für damalige Zeit präzise Darstellung der Länder und Kontinente begeistert Blohm, auch die Verzierungen, die allegorischen Figuren, haben es dem gelernten Schriftsetzer angetan. „Die meisten Karten wurden von dem bekannten Nürnberger Kupferstecher Christoph Weigel (1654-1725) geschaffen“, erklärt er. Ein Hinweis auf das Alter der Karten: Die schlesischen Herzogtümer, die durch den Krieg 1740/42 an Preußen kamen, sind noch als Herzogtümer zu finden.

Deutlich jünger als die Karten von Hans-Otto Blohm, aber skurriler ist der Schatz von Wolfgang Breuing: ein Emailleschild, 75 mal 35 Zentimeter groß, mit der Aufschrift „Radfahren verboten!“: „Das Schild wurde in den 1980er-Jahren unter der Dielung einer Holzbalkendecke in einem Haus in unmittelbarer Nähe des Schweriner Marktes gefunden“, schildert Breuing. „Bei der Abbildung des Fahrrades komme ich zu dem Schluss, dass es aus den 1920er- oder 1930er-Jahren stammt.“

Einen Schatz aus dem Nachlass seines Großonkels hütet der Schweriner Hans- Joachim Brüning. Es handelt sich um eine Korrespondenz zwischen seinem Verwandten und dem Nestor der mecklenburgischen Volkskunde, Richard Wossidlo. „Mein Großonkel hatte damals in Rostock promoviert und seine Dissertation über die Flurnamen des Amtes Grevesmühlen im Jahr 1931 erstellt. Aus dieser Zeit liegen mir einige handschriftliche Briefe und Karten vor“, berichtet Brüning. So habe Wossidlo am 6. Oktober 1933 in einem Brief an den Großonkel höchstes Lob verteilt: Dass junge Forscher nun in seine Fußstapfen träten, gereiche ihm „zu großer Befriedigung“.


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