Schwerin : Kapriolen am Himmel: Aprilwetter im Januar

<fettakgl>Die ersten Überschwemmungen:</fettakgl> Gestern gab es in Schwerin sintflutartige Regenfälle mit riesigen Pfützen. <foto>klawitter</foto>
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Die ersten Überschwemmungen: Gestern gab es in Schwerin sintflutartige Regenfälle mit riesigen Pfützen. klawitter

Schneegestöber bei Minusgraden, sintflutartiger Regen bei Plusgraden und dazu starke Windböen bis hin zu Sturm. Meteorologe Reiner Tiesel warnt vor Überschwemmungen und hält den Winter für zu warm.

svz.de von
31. Januar 2013, 11:06 Uhr

Schwerin | Erst Schneegestöber bei Minusgraden, jetzt sintflutartiger Regen bei Plusgraden und dazu starke Windböen bis hin zu Sturm. "Das bleibt noch bis Freitag so. Wir müssen auch mit leichten Überschwemmungen rechnen", sagt der mecklenburgische Meteorologe Reiner Tiesel. "Der Winter ist sehr markant, fast extrem: Zu mild, zu feucht und die Umschwünge sind zu stark." Tiesel spricht aus Erfahrung, denn der Warnemünder beobachtet das mecklenburgische Wetter seit Jahrzehnten.

Tiesels Rückblick: Der November war viel zu warm. Der Dezember kalt mit Schnee, aber "Weihnachten war grün-braun statt weiß". Bis Mitte Januar war es regnerisch und mild. "Es zog ein Tief nach dem anderen durch." Dann folgte ein Kälteeinbruch mit bis zu -10 Grad Celsius, der bis zum vergangenen Sonnabend anhielt. "Jetzt haben wir fast zehn Grad mehr und Sturmböen, dazu Regen", erklärt Tiesel. Die Großwetterlage habe sich extrem schnell verschoben. Und den nächsten Wetterumschwung erwartet der Meteorologe am Sonnabend: Die Temperaturen fallen voraussichtlich wieder unter die Null-Grad-Marke, der Regen wird zu Schnee, der Wind nachlassen. "Weil der Boden noch angewärmt ist, wird der Schnee aber gleich tauen", sagt er.

Ob der Winter auf einen warmen Sommer hindeutet, wagt Tiesel nicht zu sagen. "Die Sommer werden an sich immer wärmer. Ich schreibe das hauptsächlich der globalen Erwärmung und den Sonnenwinden zu."

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